Dauer-Baustelle ab Mai: Markt-Gastronomie soll nicht noch mehr leiden

dzMarktplatz

Wenn ab Mai nun endlich die Bagger zum großen Umbau des Marktplatzes anrollen, ist besonders die Gastronomie mit Terrassenplätzen betroffen. Doch die ist schon akut stark gebeutelt.

Fröndenberg

, 27.03.2020, 14:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass die Tiefbauarbeiten der Stadtwerke Fröndenberg auf dem Marktplatz im Februar begonnen haben, war für die Gastronomie kein großer Nachteil: Draußen sitzen war bei mäßigem Wetter lange Zeit keine Option - danach kam Corona und Café Melange, Zum Markgrafen und „Bei Epi“ mussten ohnehin schließen.

Martin Kramme

Martin Kramme © Udo Hennes

„Das ist eine Operation am offenen Herzen.“
Bauamtsleiter Martin Kramme

Wenn nun ab Mai die Bagger zum großen Umbau des Marktes anrollen, ist die Pandemie hoffentlich eingedämmt und die Sonne lacht wieder über Fröndenberg. Dann könnte es allerdings wegen der Bauarbeiten problematisch für die Außenterrassen der Gastronomen werden.

„Starke Kommunikation“ mit den Gastronomen

Bauamtsleiter Martin Kramme will die Inhaber der drei Gaststätten wie alle anderen Gewerbetreibenden entlang des Marktplatzes frühzeitig informieren. „Wir werden eine ganz starke Kommunikation führen müssen“, so Kramme im Gespräch mit dieser Redaktion.

Sollte es bis in den Spätsommer hinein - so lange wird der Marktumbau dauern - weitere Einbußen für die Geschäftswelt am Markt geben, könnte sich das für die betroffenen Inhaber katastrophal auswirken.

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Die Stadtverwaltung will die Wünsche der Geschäftsleute jedenfalls berücksichtigt wissen. Allerdings kann der exakte Baustellenverlauf erst nach der Vergabe des Auftrags gemeinsam mit dem Ausschreibungsgewinner festgelegt werden.

Stadtteilmanager soll über Baustelle lotsen

Logisch wäre es, wenn die Bauarbeiten von Norden Richtung Süden, also von der Alleestraße Richtung Ruhrstraße/Harthaer Straße voranschreiten würden. Andernfalls müssten sich Baufahrzeuge stets über bereits fertiggestellte Flächen bewegen, weil der Zugang nur von Süden aus erfolgen kann.

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Sicher ist bislang nur, dass der Marktplatz immer nur in Abschnitten gesperrt werden muss, es also zu jeder Zeit unberührte Flächen gibt, auf denen dann auch bestenfalls wieder Außengastronomie angeboten werden kann.

Ein Ansprechpartner des Stadtteilmanagements, das im Zuge des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes noch eingerichtet wird, soll daher die Händler und Wirtsleute am Marktplatz über den Verlauf der Baustelle aufklären und ausloten, wie Zugänge zu den Geschäften und zu den Außenplätzen der Gasthäuser freigehalten werden können.

Martin Kramme ist sich über die Schwierigkeit des Unterfangens im Klaren - das gerade in Zeiten der Corona-Krise, die besonders die Gastronomie aufs Härteste trifft: „Das ist eine Operation am offenen Herzen.“

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