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Fußgängerüberweg an viel befahrener Straße im Fröndenberger Ortsteil Frömern nicht erlaubt

dzFWG-Antrag scheitert

Schnelles Ergebnis zum Thema langsames Fahren: Eine Tempo-30-Zone kann man im Ortskern von Frömern nicht ausdehnen. Auch ein Fußgängerüberweg ist nicht zulässig. Wenig bleibt übrig von einem umfassenden Antrag.

Frömern

, 13.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Eine Kreuzung in Frömern gilt im Ortsteil zumindest gefühlt als unsicherer Bereich für Fußgänger. Unfälle häufen sich dort zwar nicht so stark, dass die Behörden die Straßen in ihren Risikolisten führen, dennoch ist der ein oder andere schwere Verkehrsunfall dort noch in trauriger Erinnerung.

Von den Forderungen bleibt am Ende nicht viel übrig

Die FWG-Fraktion hatte daher einen erneuten Vorstoß unternommen, um die Kreuzung Von-Steinen-Straße/Mühlenweg/In der Twiete durch unterschiedliche Maßnahmen sicherer zu machen. Viel bleibt am Ende von den Forderungen nicht übrig. Ende Februar hatten die Freien Wähler beantragt, einen Fußgängerüberweg einzurichten, die Tempo-30-Zone nicht auf der Straße In der Twiete enden zu lassen sowie ein Piktogramm auf der Straße aufzubringen.

Fußgängerüberweg an viel befahrener Straße im Fröndenberger Ortsteil Frömern nicht erlaubt

Die FWG hält auch die Gehwege im Kreuzungsbereich für zu schmal. „Eine Entfernung der Abstandskette im Einmündungsbereich der Straße In der Twiete würde auch zu keiner erheblichen Verbreiterung des Gehweges beitragen“, heißt es aus dem Rathaus. © Hennes

Die Straßenverkehrsbehörde hat nach Anfrage durch das Rathaus Ende Mai schnell geantwortet. Ergebnis: Ein Fußgängerüberweg über die Von-Steine-Straße ist aus verkehrsrechtlichen Gründen im Kreuzungsbereich nicht zulässig. Die zulässige Geschwindigkeit auf der Straße beträgt 30 km/h. Richtlinie sehen vor, dass Autofahrer dann eine Sichtweite von mindestens 50 Metern auf den Überweg haben müssen. Wer in nördliche Richtung fährt, kann die Kreuzung wegen des kurvigen Straßenverlaufs aber nicht so frühzeitig einsehen.

Straßenverkehrsbehörde sieht keine Änderung der Gefahrenlage

Zudem dürften Fußgängerüberwege auf bevorrechtigten Straßen ohnehin nicht angelegt werden. Auf die Von-Steinen-Straße als überörtliche Straße dürfe sich eine Tempo-30-Zone im Übrigen nicht erstrecken. Die Straßenverkehrsbehörde weist auch darauf hin, dass die Gefahrensituation an der Kreuzung in der Vergangenheit schon häufiger untersucht worden sei. Ein Überweg sei „weiterhin nicht anordnungsfähig“.

Fußgängerüberweg an viel befahrener Straße im Fröndenberger Ortsteil Frömern nicht erlaubt

Die FWG hätte gern einen Fußgängerüberweg an der Kreuzung gesehen. Laut Verwaltung queren aber zumindest die Schüler, die in Richtung Fröndenberg zur Schule fahren, die Straße überhaupt nicht. © Nour Diyar Bakerli

„Die Schulwegsicherung in diesem Bereich lässt zu wünschen übrig“, hieß es seitens der FWG, zumal Schüler die viel befahrene Straße queren müssten. Die Stadtverwaltung hat nun das Schulbusunternehmen befragt. Demnach müssen Schüler, die in eine der Schulen in Fröndenberg fahren, die Straße nicht queren, weil der Schulbus die Von-Steinen-Straße quere. Nur Schüler, die weiterführende Schulen zum Beispiel in Unna besuchen, müssen dies tun.

Übrig vom Antrag der FWG bleibt daher lediglich der Wunsch, auf der Straße Markierungen aufzubringen, ähnlich wie auf der Von-Tirpitz-Straße. Hierfür ist allerdings der Landesbetrieb Straßen NRW zuständig. Eine Antwort steht aus.

Nach FWG-Kritik

Straßenverkehrsbehörde verweigert erneute Tempomessung

  • Die FWG hatte ihren Antrag auch damit begründet, dass auf der Von-Steinen-Straße zu schnell gefahren werde und erklärt: „Frühere Geschwindigkeitsmessungen zweifeln wir an.“
  • Die Verwaltung führt nun die Messergebnisse aus dem September und Oktober 2018 auf der Von-Steinen-Straße an. Damals waren Durchschnittswerte von knapp 37 und 38 km/h in beiden Fahrtrichtungen ermittelt worden; Messfehler seien nicht ersichtlich.
  • Die Straßenverkehrsbehörde lehne wegen daher erneute Messungen ab.

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