Bombenfund bei Spaziergang mit Metalldetektor: Blindgänger schnell entschärft

dzBlindgänger gefunden

Der Fund einer Bombe in Ostbüren forderte am Sonntag zahlreiche Einsatzkräfte. Für die Entschärfung mussten Straßen gesperrt, allerdings keine Anwohner evakuiert werden.

Fröndenberg

, 12.07.2020, 20:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zwei Einheiten der Feuerwehr Fröndenberg rückten am Sonntagabend ebenso aus wie Einsatzkräfte der Polizei im Kreis Unna. Entlang der Straße „Zur Mark“ zwischen Ostbüren und Bausenhagen ist auf dem Gelände der Apfelbaumplantage von Wolfgang Behmenburg eine Bombe gefunden und innerhalb kurzer Zeit entschärft worden.

Gefunden wurde die Bombe am Sonntag gegen Mittag von einem Mann, der nach Absprache mit dem Eigentümer mit einem Metalldetektor auf dessen Gelände unterwegs sein durfte. Was genau der Mann dort suchte, kann der Leiter des Fröndenberger Ordnungsamts, Christoph Börger, allerdings nicht sagen. Einige Menschen begeben sich mit solchen Detektoren gerne auf Schatzsuche, möchten alte Münzen oder Gold unter der Erdoberfläche finden.

Keine Münzen sondern eine gefährliche Bombe

Dass er an diesem Tag und auf dem freien Feld auf eine Bombe stoßen würde, hatte der Fröndenberger Schatzsucher bestimmt nicht geahnt. Als ihm nach näherem Hinsehen klar wurde, was er auf der Wiese gefunden haben könnte, alarmierte er sofort die Polizei.

Und das setzte eine in solchen Fällen übliche Einsatzkette in Gang. Zunächst musste der Kampfmittelräumdienst ausrücken und entscheiden, ob von dem Blindgänger Gefahr ausgeht. Das Ordnungsamt der Stadt Fröndenberg wurde ebenfalls zum Fundort gerufen und kümmerte sich um einen Bagger, mit dem der Blindgänger freigelegt werden konnte.

Von der Bombe in Ostbüren, so die Einschätzung der Experten, hätte tatsächlich Gefahr ausgehen können. Und so entschieden die Einsatzkräfte, sie zu entschärfen. Dafür brauchten sie gerade einmal 20 Minuten, wie Christoph Börger am Montag resümiert.

Feuerwehr und Polizei koordinierten die Absperrung

Die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei koordinierten die Absperrung der Straße für den Verkehr während die Entschärfung des Blindgängers am Sonntagabend gegen 18 Uhr lief. Weil der Fundort der Bombe recht abgelegen war, musste für den Einsatz keine Wohnbebauung evakuiert werden.

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