Fröndenbergs neue Bücherei soll in Aldi-Räume einziehen

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Fast exakt ein Jahr, nachdem der Auftrag für die Erstellung eines Konzeptes für eine neue Stadtbibliothek erteilt wurde, ist dieses nun beschlossen. Entstehen soll die Bücherei am Markt.

Fröndenberg

, 24.09.2019, 20:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ganz am Ende der Sitzung des Schulausschusses ließ Fröndenbergs Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe die sprichwörtliche Katze aus dem Sack: „Ja, die neue Stadtbibliothek soll in die alten Aldi-Räume einziehen.“ Noch ist dafür kein Mietvertrag geschlossen, doch Rebbe muss sich seiner Sache sicher sein – ansonsten hätte er wohl geschwiegen, wenngleich die Verwaltung das Geheimnis zuvor schon ungewollt gelüftet hatte.

Die Diplom-Bibliothekarin Doris Wehowski hatte zuvor noch einmal das von ihr erstellte Konzept erläutert. Immer auf der Wand hinter ihr zu sehen: ein viereckiger Raum, in dem der Entwurf für eine Einrichtung der neuen Stadtbücherei zu sehen war.

Fröndenbergs neue Bücherei soll in Aldi-Räume einziehen

So könnte die neue Stadtbibliothek gestaltet sein. Der Eingang befindet sich unten links, direkt daneben sind die Selbstverbuchungsstation und die Informationstheke. © Stadt Fröndenberg

Was immer wieder deutlich wurde: Mit der neuen Stadtbibliothek, für die die Stadtverwaltung nach dem Beschluss vom Dienstagabend nun Fördermittel beantragen kann, tritt Fröndenberg in ein neues Zeitalter ein.

Digitale Medien werden plötzlich wichtig, die Bücherei wird auch zum Lernort, an dem sich alle Generationen wohlfühlen sollen. Auch deswegen sind Sitzmöbel auch zwischen den Bücherregalen geplant. Und die Regale selbst sollen natürlich auch nicht wuchtig sein, sondern in weißer Farbe mit blauen und grünen Elementen ein luftiges Bild ergeben.

Eines aber wird sich definitiv zum Nachteil verändern: Eine Öffnungszeit von 40 Stunden pro Woche, wie sie jetzt im Bücherparadies Kern besteht, ist unmöglich. „Dafür fehlt einfach das Personal“, erklärte Wehowski. Allerdings soll Fachpersonal eingestellt werden.

Ein Großteil der Planungen steckt noch in den Kinderschuhen. Nicht alle Details sind schon bekannt. Klar aber ist: Jeder Besucher wird die neue Stadtbibliothek selbstständiger nutzen als bislang. So soll zum Beispiel die Ausleihe über eine kleine Säule erfolgen. Das Personal soll sich auf die Beratung konzentrieren können.

Die Vorstellung des Konzeptes machte Lust auf das Neue. Und wer besonders große Lust verspürt, die Bücherei nicht nur zu nutzen, sondern sie auch zu unterstützen, könnte Mitglied in einem noch zu gründenden Förderverein werden.

In drei Jahren, so Wehowski, könnte die neue Bücherei fertig sein. „Mit Umbaumaßnahmen könnten wir aber auch schon vor der Förderzusage beginnen“, erklärte Rebbe und verriet, dass es am Markt 7 schon im nächsten Jahr erste Veranstaltungen geben können. Der Mendener Buchhändler Andreas Wallentin wolle beispielsweise Lesungen dort durchführen.

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