Fröndenbergs Haushalt braucht eine Bürgerbeteiligung

Ohlrich
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Sehr geehrter Herr Freck,

mit großem Erstaunen habe ich den Bericht im Hellweger Anzeiger gelesen, in welchem Sie die Haushaltsplanung für die nächsten zehn Jahre den politischen Vertretern erläutern. Am Ende kann man Ihre Ausführungen zusammenfassen mit „die Steuern müssen rauf oder wir streichen massive Maßnahmen“.

Dann wird auf Anregung eines SPD-Mitglieds noch erwähnt, dass man einen Arbeitskreis aus Politik und Verwaltung einberufen will, um die Investitionen zu durchkämmen. Eine Einbeziehung der Bürger, welche die anschließenden Kosten bezahlen sollen, wird wohl nicht erwogen. Es kann nach meiner Meinung nicht sein, dass solche Entscheidungen ohne die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger durchgeführt werden, die die Folgen bezahlen sollen.

Umsatzträchtige Unternehmen anlocken

Weiter sehe ich seit vielen Jahren die Unfähigkeit der Verwaltung und von Teilen der Politik, mit Hilfe von gezielten Programmen die Ansiedlung von umsatzträchtigen Unternehmen auf Fröndenberger Stadtgebiet voranzutreiben und damit die Steuereinnahmen für die Stadt zu steigern. Man hat ja den Bürger, welchen man zu jeder Zeit zur Kasse bitten kann. Hier ist die Verwaltung uns Bürgern bisher jede Art der offenen Darstellungen, welche Maßnahmen man plant und ausführt, schuldig geblieben. Von einer Beteiligung ganz zu schweigen.

Ich denke, dass in dieser Zeit, welche sicher von Haushaltsproblemen geprägt ist, ein anderer inkludierender Umgang mit den Bürgern angezeigt ist. Es ist aus meiner Sicht notwendig, dass wir als Bürger der Verwaltung, welche aus unseren Steuergeldern bezahlt wird, nachhaltig auf die Finger schauen und ein Mitspracherecht einfordern. Denn wir reden hier über „unsere Stadt“ und vor allem über unser (Steuer-)Geld.

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