Fröndenbergerin betrügt mit Smartphones und streicht 910 Euro ein

dzGericht

Eine Fröndenbergerin musste sich wegen Betrugs vor Gericht verantworten. Sie verkaufte Smartphones, lieferte aber nie. Die Betrugsserie endete nun in einer Haftstrafe.

von Sylvia Mönnig

Fröndenberg

, 18.03.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

In einer Phase, als sie den Boden unter den Füßen verlor, fiel eine Fröndenbergerin in alte Muster: Mit einer Online-Betrugsserie verschaffte sich die 27-Jährige zusätzliche Einkünfte. Das soll sie nun die Freiheit kosten.

Die letzte Verurteilung wegen Betrugs lag gerade drei Monate hinter ihr, als die Verlockung erneut zu groß wurde. Die laufende Bewährung blendete sie dabei aus. Im Zeitraum zwischen Mitte Mai und Anfang November bot die junge Frau über Internet-Plattformen Smartphones an, die sie gar nicht besaß. Das Geld der Käufer strich sie ein, auf Lieferung warteten ihre Opfer vergeblich. Bei sechs Taten ergaunerte sie sich so insgesamt 910 Euro.

Chance auf Bewährung vertan

Nun befasste sich der gleiche Unnaer Strafrichter mit den aktuellen Taten, der ihr im Februar vergangenen Jahres eine Bewährungschance gab. Doch reden wollte die 27-Jährige nicht. Das überließ sie ihrem Verteidiger. Der brachte es für sie auf den Punkt: „So, wie es angeklagt ist, stimmt es.“

Das Leben seiner Mandantin sei zu der Zeit deutlich aus den Bahnen geraten. Deshalb habe sie sich zu diesen Straftaten hinreißen lassen. Was eine Gutmachung und auch die laufende Bewährung betreffe, habe sie den Kopf komplett in den Sand gesteckt. „Sie hat nichts wahrgenommen.“ Nun aber habe sie sich dem Verfahren stellen wollen.

Trotz Geständnis hinter Gitter

Das und die geständige Einlassung sprachen für die Fröndenbergerin. Negativ wirkten sich die Vielzahl der Taten, die Schadenshöhe, das Rückfalltempo und die laufende Bewährung aus. Der Fall endete mit einem Paukenschlag: 14 Monate Haft ohne Bewährung.

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