Job verheimlicht: Fröndenbergerin betrügt Arbeitsagentur

dzAmtsgericht Unna

Mehrere Monate hat eine Fröndenbergerin Leistungen der Agentur für Arbeit bezogen, obwohl sie eigentlich keinen Anspruch hatte. Das brachte die 56-jährige nun vor Gericht.

von Jana Peuckert

Fröndenberg

, 21.05.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

3550,70 Euro hat eine Frau aus Fröndenberg zu Unrecht von der Agentur für Arbeit erhalten, weil sie einen Job verschwiegen hat. Für einen Teil der Zeit hätte ihr Unterstützung zugestanden. Dennoch lag auch in diesem Fall ein Betrug vor.

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In der Zeit vom 13. April bis zum 30. September vergangenen Jahres war die Angeklagte Leistungsempfängerin bei der Agentur für Arbeit. Dabei hatte sie verschwiegen, dass sie im April bei einem Pflegedienst tätig war. „Ich habe überhaupt keinen schriftlichen Vertrag bekommen von denen“, erklärte die Fröndenbergerin im Amtsgericht Unna. Trotzdem habe sie dort gearbeitet und auch Geld bekommen, hielt der Richter dagegen. Das hätte sie melden müssen. Warum sie das nicht getan hatte, war dem Richter in Anbetracht dessen, dass die 56-Jährige während ihrer Tätigkeit mehrere Termine bei der Arbeitsagentur wahrgenommen hatte, schleierhaft.

Betrug trotz späterer Arbeitslosigkeit

Ende April verließ die Angeklagte den Pflegedienst, war arbeitslos, und hatte damit auch wieder Anspruch auf staatliche Unterstützung. Deshalb hatte sie es auch nicht als falsch empfunden, als sie weiterhin Geld vom Amt bekam. Aber: Die verschwiegene Arbeitsstelle war durch einen internen Datenabgleich herausgekommen. Damit wurde die Angeklagte so gestellt, als gäbe es ihren früheren Antrag auf Arbeitslosengeld gar nicht. Sie hätte also einen neuen stellen müssen, was sie nicht tat. Damit hatte sich die Fröndenbergerin auch für die Zeit nach April wegen Betruges strafbar gemacht.

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Den zu Unrecht an sie überwiesenen Betrag hat die 56-Jährige bereits komplett an die Agentur für Arbeit zurückgezahlt. Das, und der Umstand, dass die Frau strafrechtlich eine weiße Weste hat, führten letztlich zu einer geringen Geldstrafe in Höhe von 400 Euro.

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