Fröndenberger wegen Drogen-Plantage angeklagt

dzProzess

Zum ersten Gerichtstermin in einem Drogen-Prozess kann kein Zeuge vor Gericht aussagen. Ein 46-jähriger Mann aus Fröndenberg ist unter anderem angeklagt, weil in seinem Keller 28 Marihuana-Pflanzen gefunden wurden.

von Sylvia Mönnig

Fröndenberg

, 12.07.2018, 16:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Keller seiner Schwester soll ein Fröndenberger (46) Marihuana angebaut haben. Nicht der einzige Vorwurf gegen den Mann. Am Donnerstag befasste sich das Amtsgericht Unna mit ihm – wenn auch nur kurz.

Nach einem anonymen Tipp, dass sich im Keller der Schwester in Fröndenberg eine Marihuana-Plantage befinde, kam es Mitte 2017 zur Durchsuchung und die Polizeibeamten wurden tatsächlich fündig. Sie stießen auf 28 Pflanzen, die sich in einem erbärmlichen, fast vertrockneten Zustand befanden, aber trotzdem noch über 400 Gramm Ernte abwarfen. Die verbotenen Pflanzen sollen dem Bruder gehört haben. Das zumindest beteuerte die Frau aus Fröndenberg, als sie im März selbst auf der Anklagebank saß und für ihre Beteiligung zu zehn Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt wurde.

Dem 46-Jährigen wird ferner vorgeworfen, 2016 die Wohnung eines Bekannten in Dortmund als Drogenbunker genutzt zu haben. Dort soll er 400 Gramm Hasch und 850 Gramm Amphetamin-Öl gelagert haben.

Vor dem Schöffengericht in Unna wollte er sich nun nicht zu den beiden Vorwürfen äußern. Auch sorgte seine Schwester, die noch im März bereit war, umfangreich Auskunft zu geben, für eine Überraschung. Als nahe Angehörige machte sie von ihrem Recht, die Aussage zu verweigern, Gebrauch. Ein weiterer Zeuge befand sich, so erfuhr die Richterin nun auch, in einer Entzugsklinik und der Mann, der vielleicht etwas zu dem Drogenbunker-Vorwurf hätte sagen können, schaffte es nicht, pünktlich zum Termin zu erscheinen. Die Folge: ein neuer Termin – mit Zeugen.

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