Fröndenberger Spielplätzen fehlt es an Spielgeräten für Kinder bis sechs Jahren

dzSpielplatz-Umfrage

Die Befragung des Kinder- und Jugendbüros zeigt Schwächen der Fröndenberger Spielplätze. Viel Dreck, fehlende Spielgeräte und fehlende Angebote in Warmen und Bausenhagen.

Fröndenberg

, 01.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Welcher Spielplatz ist bei den Fröndenbergern beliebt? Welche Strecken nehmen die Familien dafür auf sich und was fehlt den Spielplätzen in ihrer Umgebung? Diesen und anderen Fragen ist das Kinder- und Jugendbüro in einer Umfrage unter Fröndenberger Familien auf den Grund gegangen.

Insgesamt 15 Familien aus den verschiedenen Stadtteilen Fröndenbergs nahmen an der Umfrage teil. Der Großteil ihrer Kinder befand sich dabei im Alter bis sechs Jahre.

Himmelmannpark ist Spitzenreiter

Als besonders beliebt stellte sich der Himmelmannpark heraus. Rund die Hälfte der Befragten gab an, ihn regelmäßig zu besuchen. Aber auch die Spielplätze an der Windmühle am Mühlenberg, im Starenweg in Hohenheide und an der Sonnenbergschule in Langschede erfreuten sich größerer Beliebtheit.

Jetzt lesen

Für diese Spielplätze nahm ein Drittel der Befragten sogar eine Strecke von mehr als einem Kilometer auf sich, ein weiteres Drittel gab an, in unmittelbarer Nähe zu ihren Spielplätzen zu wohnen.

Rund zwei Drittel der Befragten besuchte dabei mindestens einmal pro Woche einen Spielplatz und immerhin zwanzig Prozent blieben dann auch länger als drei Stunden dort.

Keine Spielgeräte für Kinder bis sechs Jahre

Bei der Umfrage ergab sich, dass besonders vielen Spielplätzen angemessene Spielgeräte für Kinder bis sechs Jahren fehlten. Vor allem in der Hohenheide mangelte es an altersgerechten Geräten. Sowohl für den Spielplatz in den Telgen, als auch an der Löhnquelle und am Starenweg gaben die Familien an, dass ihnen die Spielgeräte fehlten.

Besonders dem Spielplatz am Starenweg fehlte es nach Meinung der Familien an vielem. Neben den Spielgeräten wurde hier zu wenig Schatten, sowie das Fehlen einer Babyschaukel und von Wackeltieren bemängelt. Auch an der Löhnquelle fehlte es laut Familien an genügend Schattenplätzen.

Jetzt lesen

Mit dem Spielplatz am Himmelmannpark zeigten sich die Familien hingegen zufrieden. Hier wurde einzig das Fehlen von altersgerechten Spielgeräten für Kinder bis drei Jahre bemängelt.

Warmen und Bausenhagen fehlt ein Spielplatz

Wünsche für die Zukunft gab es vor allem für den Himmelmannpark. Hier fordern die Familien eine Gerätewartung sowie, dass die überfüllten und defekten Mülleimer in Zukunft öfter geleert und repariert werden. Auch ein Wasserspielplatz mit Matschstraße oder Geräte zur Sinnesförderung wurden genannt. Als Vorbild wurde der Spielplatz im Holzwickeder Emscherpark in der Befragung erwähnt.

Auch das Fehlen von Spielplätzen in Warmen und Bausenhagen wurde von den Familien kritisiert. In Ostbüren wünschte man sich für den Dobomil-Spielplatz einen Sandkasten, eine Rutsche und eine Schaukel.

In Baugebieten Flächen zum Spielen einplanen

An der Löhnquelle in Hohenheide beschwerten sich die Familien über einen ungeeigneten Baum „mit stacheligen Früchten“ auf dem Spielplatz. Für Baugebiete wie den Haverkamp oder weitere in Zukunft wünschten sich die Familien vor allem, dass man Flächen für Spielplätze berücksichtige.

Über den Zustand der Spielplätze beschwerten sich die Familien jedoch kaum. Rund die Hälfte gab an, die Plätze als sauber zu empfinden, fast ebenso viele als höchstens leicht verschmutzt. Vor allem Glasscherben und Zigarettenstummel waren den Befragten dabei ein Dorn im Auge.

Die Spielplatzkommission wird auf Basis der Umfrage eine Begehung am 13. und 14. Mai vornehmen. Die Ergebnisse werden Thema der Sitzung im Ausschuss für Sport, Freizeit und Städtepartnerschaften am 4. Juni sein.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Straßensanierung
Sanierung der Landstraße soll drei Monate dauern - Vollsperrung nicht ausgeschlossen
Hellweger Anzeiger Schutzmaßnahme
Coronavirus: Altenheim mobilisiert nach Todesfällen 100 Helfer zum Schutzkittel-Nähen
Hellweger Anzeiger Praxen in Not
Coronavirus: Verunsicherte Patienten wissen nicht, ob sie noch zur Physiotherapie dürfen