Nicht nur Berufstätige pendeln: Das zeigen die Schülerströme aus und nach Fröndenberg

dzSchulstatistik 2019

Die Wahl der passenden Schulform ist für Fröndenberger Familien nicht an ihren Wohnort gebunden. Wer auspendelt – und wohin – zeigt die Schulstatistik für das Jahr 2019.

Fröndenberg

, 07.12.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gemeinschaftsgrundschule war bei Fröndenberger Familien zuletzt offenbar besonders beliebt. Während die Schülerzahlen aller Grundschulen und auch die der Gesamtschule Fröndenberg von 2018 auf 2019 gesunken sind, kann die Gemeinschaftsgrundschule an der Friedhofstraße ein Plus von 28 Schülerinnen und Schülern verbuchen. Grundlage für diese Zahlen ist die Schulstatistik, die das Land NRW jährlich zum 15. Oktober erhebt. Sie gibt auch Auskunft über aus- und einpendelnde Schüler.

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Für die Beliebtheit der Gemeinschaftsgrundschule sprechen auch die Anmeldezahlen, die zum laufenden Schuljahr höher waren als noch vor vier Jahren. Erfreulich für die Sonnenbergschule: Nachdem sich zwei Jahre lang offenbar viele Eltern im Westen entschieden haben, ihre Kinder auf andere Schulen zu schicken, besuchen sie jetzt wieder die städtische Schule im Ort. Bereits zum laufenden Schuljahr konnten zwei Eingangsklassen gebildet werden – und für das kommende Schuljahr sind wieder genug Kinder für zwei Klassen angemeldet.

Statistik bescheinigt Fröndenberger Grundschulen positive Entwicklung

Für die Grundschulen insgesamt bescheinigt die Statistik ein Plus von 22 Schülern. Anders sieht es bei Fröndenbergs einziger weiterführender Schule, der Gesamtschule, aus. Die GSF besuchten nach Start des laufenden Schuljahrs 64 Schüler weniger als im Vorjahr. So ist die Summe der Schülerinnen und Schüler, die im Ort eine Schule besuchen, unterm Strich um 42 Kinder und Jugendliche gesunken.

Vor allem Oberstufenschüler pendeln in Nachbarstädte

Nicht nur Berufstätige, sondern auch Schulpflichtige verlassen die Stadt, um andernorts die Schulbank zu drücken. Dazu zählten im Jahr 2019 insgesamt 56 Grundschüler: Von denen machten sich 46 auf den weiten Schulweg nach Unna, vier fuhren jeden Morgen in die Nachbarstadt Menden, zwei besuchten Grundschulen in Werl und vier Kinder Grundschulen in Holzwickede.

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Zudem zieht es 316 Schüler, die die Sekundarstufe I und 175 Schüler, die die Sekundarstufe II besuchen, raus aus der Stadt. Beliebt sind dabei die Schulformen, die es in Fröndenberg nicht gibt. Daran ändert auch der viel zitierte gute Ruf der Gesamtschule nichts.

Gymnasien in Unna und die Realschule in Menden sind beliebt

Ausgependelt wird an die Gymnasien in Unna, sowie an die Gymnasien und die Realschule in Menden. Einige Jugendliche besuchen auch die Hauptschule in Holzwickede und die Sekundarschule in Wickede.

Die GSF ist aber auch beliebt in der Nachbarschaft: Das belegen 109 Schüler aus Menden, 91 Schüler aus Wickede, sowie 54 Schüler aus Arnsberg neben weiteren aus Unna und Balve, die in der Ruhrstadt zur Schule gehen.

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