Fröndenberger Schulen stehen digital top da: Das wünschen sich die Leiter jetzt noch

dzDigitalisierung

Die digitale Infrastruktur an den Schulen in NRW wurde zuletzt flächendeckend unter die Lupe genommen. Während viele Fröndenberger noch über schlechtes Netz klagen, können die Schulen im überregionalen Vergleich punkten.

Fröndenberg

, 11.12.2019, 09:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie gut ist der Anschluss ans Netz? Welche Endgeräte stehen zur Verfügung? Wie sind die Klassenräume mit WLAN versorgt? All diese Fragen hat eine Studie von Städte- und Gemeindebund, Städtetag und Landkreistag,

dem Verband Deutscher Privatschulen NRW, dem Ministerium für Schule und

Bildung und der Medienberatung.NRW dieses Jahr im Zeitraum von Ende Mai bis Anfang September untersucht. Dabei hat sich gezeigt: Fröndenberg kann im überregionalen Vergleich mehr als nur mithalten. Und dennoch gibt es noch Nachbesserungsbedarf.

Mit der Einführung elektronischer Tafeln ist an der Fröndenberger Gesamtschule das Ende der Kreidezeit eingeläutet worden. Auch an jeder Grundschule gibt es inzwischen ein digitales Gerät. Aber was nützen die elektronischen Unterrichtshelfer ohne die passende Infrastruktur. Vor allem braucht es in den Schulen gutes WLAN, damit die Tafeln auch mit Endgeräten der Schüler verbunden werden können.

Ausbaufähiger Anschluss bis zu 1 Gbit/s

Während die durchschnittlichen Leitungen an den NRW-Schulen über eine Download-Geschwindigkeit von 16 Mbit/s verfügen, liegt die der Gesamtschule Fröndenberg bereits bei 400 Mbit und soll auf 1 Gbit/s ausgebaut werden. Die drei Grundschulen der Stadt sind ebenfalls mit 400 Mbit/s ausgestattet.

An der Gesamtschule stellt Helinet, an den Grundschulen Unity Media Internet zur Verfügung. Damit folge Fröndenberg dem NRW-weiten Trend, dass die Telekom-Anbindungen immer weniger werden, erklärt Ole Strathoff von der Fröndenberger Stadtverwaltung.

Gesamtschule fast 100 Prozent mit WLAN ausgeleuchtet

Erfreulich sei an der Gesamtschule nicht nur die schnelle Datenleitung, sondern auch das gigabit-fähige WLAN, mit dem das Schulgebäude inzwischen zu nahezu 100 Prozent ausgeleuchtet sei.

Fröndenberger Schulen stehen digital top da: Das wünschen sich die Leiter jetzt noch

Die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule haben sich schnell an die neue Technik gewöhnt. Gelernt wird jetzt an i-Pad und elektronischer Tafel. © Hornung

In Punkto WLAN hinkte die Sonnenbergschule noch hinterher. Zum Zeitpunkt der Studie gab es kein WLAN an der Langscheder Grundschule. Inzwischen habe die Stadt mit dem Ausbau der Infrastruktur begonnen und die Schule komme nun auf 30 Prozent Ausleuchtung mit der drahtlosen Internettechnik. Daneben kann in 80 Prozent des Gebäudes der Gemeinschaftsgrundschule und in 60 Prozent der Overbergschule WLAN genutzt werden. Im Medienentwicklungsplan ist festgeschrieben, dass bis 2024 100 Prozent an den Schulen erreicht werden sollen.

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90 Prozent der NRW-Schule werden durch den Schulträger administriert. So seien es auch in Fröndenberg Mitarbeiter der Stadt, die für den sogenannten Second-Level-Support zuständig sind. In der GSF gibt es einen schuleigenen Server. Von den Grundschulen verfügt die Overbergschule über einen eigenen Server.

Vonseiten der Stadtverwaltung werde nun überlegt, ob solch eine Struktur überhaupt vorgehalten werden müsse. Möglicherweise könnten die Schulserver bei der Kreisverwaltung, sprich im Rechenzentrum des Kreishauses, angebunden werden, das über neuere Technik verfügt. Dazu müssten die Datenleitungen aber auch entsprechend fähig sein.

Lehrer sind noch nicht gut mit Endgeräten ausgestattet

Ausbaufähig ist in Fröndenberg die Ausstattung der Lehrer mit Endgeräten. Die ist zwar vergleichbar mit anderen Kommunen, liegt aber lediglich bei 25 Prozent. Langfristig sollen alle Fröndenberger Klassenräume mit digitalen Tafeln ausgestattet werden - und dann wird es umso wichtiger, dass auch die Ausstattung der Lehrer dazu passt.

Eine bessere Ausstattung mit iPads in den Klassen steht auf der Wunschliste von Gesamtschulleiter Klaus de Vries. Monika Corbach, neue Schulleiterin der Overbergschule, mahnte die Stadtverwaltung, nicht zu vergessen, dass die Digitalisierung der Schulen weiterhin entsprechend betreut werden muss.

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