Bürgermeisterin Sabina Müller bemängelt, dass es einige Bürger bei dem schönen Frühlingswetter mit der Maskenpflicht nicht so eng genommen haben. © picture alliance/dpa
Corona

Fröndenberger schludern bei Maskenpflicht in Parks und auf dem Spielplatz

Das Frühlingswetter trieb viele Menschen in die Parks. Dort beobachtete das Ordnungsamt allerdings einige Verstöße gegen die Maskenpflicht. Jetzt ruft Bürgermeisterin Sabina Müller zum Einhalten der Hygieneregeln auf.

Herrliches Frühlingswetter und steigende Temperaturen locken in diesen Tagen nach draußen. Spaziergänger, Radfahrer und Familien mit Kindern genießen Rast und Aufenthalt in den Parks der Stadt. Doch diese Ansammlungen beobachten das Ordnungsamt und Bürgermeisterin Sabina Müller auch kritisch.

„Es ist eine gewisse Sorglosigkeit im Umgang mit den Corona-Regeln zu beobachten“, erklärt die Bürgermeisterin in einem Appell an Fröndenbergs Bürgerinnen und Bürger. Diesen Eindruck teilt auch Ordnungsamtsleiter Christoph Börger, dessen Mitarbeiter bei anhaltend schönem Wetter immer mal wieder draußen nach dem Rechten gesehen haben.

„Sie halten dabei weder Abstand noch tragen alle einen Mund-Nase-Schutz, obwohl entsprechende Hinweisschilder des Ordnungsamtes ausdrücklich dazu aufrufen.“

Bürgermeisterin Sabina Müller über die Menschen im Park

„An den Spielplätzen im Himmelmannpark unterhalten sich Eltern in Gruppen angeregt miteinander“, schildert Sabina Müller ihre Beobachtungen. „Sie halten dabei weder Abstand noch tragen alle einen Mund-Nase-Schutz, obwohl entsprechende Hinweisschilder des Ordnungsamtes ausdrücklich dazu aufrufen.“

Tatsächlich ist die Maske auf dem Spielplatz Pflicht. Und das nicht erst seit gestern, wie Christoph Börger erklärt. Habe die Stadt an den Spielplätzen vor einigen Wochen extra Hinweisschilder installieren lassen, müsse die Maske auch in anderen Situationen im Park getragen werden. Denn hier sind die Menschen zwar an der frischen Luft und Fröndenbergs Parkanlagen sind nicht als Masken-Zone ausgewiesen. Wer zusammen mit anderen Leuten aber etwa auf einer Bank sitzt, könne den Mindestabstand nicht einhalten – und dann sei das Tragen einer Maske vorgeschrieben. Nur Kinder müssen – auch auf dem Spielplatz – keine Maske tragen.

„Diese sinkende Bereitschaft, die notwendigen Beschränkungen einzuhalten, bereitet mir große Sorgen.“ Sabina Müller

„Diese sinkende Bereitschaft, die notwendigen Beschränkungen einzuhalten, bereitet mir große Sorgen“, wird Fröndenbergs Bürgermeisterin emotional. „Bitte denken Sie daran, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Gefahr ist nicht vorbei.“

Sabina Müller verweist auf die Britische Variante und andere hoch ansteckende Mutationen des Corona-Virus, die sich rasend schnell ausbreiten. „In unserer direkten Nachbarschaft ist der sogenannte Inzidenzwert, der doch eigentlich dringend sinken sollte, besonders hoch“, ergänzt sie mit Blick auf die andere Seite der Ruhr. Der Märkische Kreis hatte in dieser Woche zeitweise die zweithöchste Inzidenz in NRW und ist nur einen Katzensprung entfernt.

Trotz Impfungen ist noch Geduld gefragt

Zwar weise die Impfung einen vielversprechenden Weg aus der Pandemie, es brauche aber Zeit, bittet Müller um Geduld. Nur durch das konsequente Einhalten aller Hygieneregeln, könne die Zahl der Infizierten in Fröndenberg weiter auf einem niedrigen Stand gehalten werden.

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Redaktion Fröndenberg
Jahrgang 1988, aufgewachsen in Dortmund-Sölde an der Grenze zum Kreis Unna. Hat schon in der Grundschule am liebsten geschrieben, später in Heidelberg und Bochum studiert. Ist gerne beim Sport und in der Natur.
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Dagmar Hornung
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