Sebastian von Mletzko folgte vor drei Jahren einer Juxidee, heute kennt er viele Schlagerstars persönlich. Dabei kann der Fröndenberger noch nicht immer glauben, was ihm passiert ist.

Fröndenberg

, 25.01.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 3 min

Der Fröndenberger Sebastian von Mletzko ist begehrt. "Es gibt dieses Jahr kaum ein Wochenende, an dem ich keinen Termin habe", erzählt der Schlagersänger, Moderator und Entertainer mit leuchtenden Augen. "Das hätte ich vor drei Jahren niemals gedacht." Er arbeitet mit dem Produzenten von Andrea Berg zusammen an einem neuen Lied, selbst Florian Silbereisen kennt seinen Namen.

Der 41-Jährige versteht sich selbst als Entertainer. "Ich bin kein gelernter Sänger." Tatsächlich habe ihn seine Gesangslehrerin damals aufgeben wollen. Doch von Mletzko zeigte Hartnäckigkeit und den Willen zu lernen. "Heute ist sie froh, dass sie mich behalten hat", sagt er lachend.

Für ihn stehe bei seinen Auftritten im Vordergrund, für gute Unterhaltung zu sorgen. Dabei scheut der Fröndenberger auch nicht davor zurück, mit seinen Texten gewagtere Wege einzuschlagen. "Schlager handeln oft vom Himmel oder von der Liebe." Nicht so bei von Mletzko, der sich in seinen Liedern auch mal dem Thema Heuchlern im sozialen Leben widmet.

Der Weg ins Rampenlicht

Dabei hat auch von Mletzko klein angefangen. Hinter ihm liegt ein langer Weg, gezeichnet von kuriosen Zufällen. "Vor dreizehn Jahren stand ich das erste Mal auf der Bühne", erzählt er. Er sei beim Karneval spontan als DJ eingesprungen. "Ich habe mich total fehlplatziert gefühlt." Er lacht.

Auftritte in Fröndenberg

  • Auch für Fröndenberg hat von Mletzko schon Pläne. So soll am 3. Mai in Fröndenberg ein Familienfest mit einem kleinen Konzert stattfinden. „Es soll ein bunter Sonntag für die ganze Familie werden, mit Hüpfburg, Clowns und Freunden.“
  • Für den 28. August ist außerdem eine Schlagerparty in Fröndenberg auf dem Hirschberg geplant, bei der unter anderem auch von Mletzko autritt.
  • Ansonsten versucht der Schlagersänger, sich in seiner Heimat eher bedeckt zu halten. „Zuhause möchte ich auch ein wenig Ruhe haben und nicht direkt im Café erkannt werden. Auch wenn ich weiß, dass das zum Leben in der Öffentlichkeit dazugehört.“

Später kamen immer mehr Hochzeiten und Feiern hinzu. "Ich habe das Moderieren mit der Zeit gelernt. Als man mir aber sagte: Geh doch mal auf die Bühne und sing, da habe ich mich nicht getraut." Erst vor dreieinhalb Jahren traute er sich doch. "Mach doch mal ein Lied", sagten seine Freunde. Von Mletzko machte.

Warum er sich dabei für einen Schlager entschieden hat? "Mein Vater hat früher immer WDR4 gehört, das hat mich nachhaltig geprägt", erzählt er und betont seine Liebe zur deutschen Musik. "Der Schlager ist im Wandel und längst nicht mehr so altbacken wie früher. Der ist modern, der klingt ganz anders als die Lieder von früher."

Bodenständig bis heute

Den Leuten gefiel seine Stimme und von Mletzko stand immer öfter auf der Bühne. "Das wurde immer mehr und mehr", sagt er und kann es selbst noch nicht fassen. "Plötzlich waren da auch große, bekannte Namen mit im Spiel."

Heute hat er bereits mit vielen Stars aus und um die Schlagerszene herum zumindest schon Smalltalk gehalten. "Dieter Bohlen, Maite Kelly, Florian Silbereisen", zählt er auf und zuckt mit den Schultern. "Mir fehlen eigentlich nur noch Helene Fischer und Andrea Berg." Er grinst.

Es fällt ihm noch immer schwer zu glauben, dass die großen Stars seinen Namen kennen. "Es ist eine Ehre für mich, dass die mich auf dem Schirm haben. Auch wenn das am Ende alles nur Menschen sind." Oft fiele es ihm im Gespräch schwer zu realisieren, dass er gerade wirklich mit einem Star spricht.

Von der Bühne ins Fernsehen

Sein nächstes großes Ziel sind nun Auftritte im Fernsehen. "Wir sind da bereits dran, es ist bislang aber noch nichts Festes", erzählt der Schlagersänger, dessen Musik sich vor allem an die Altersklasse ab 40 aufwärts richtet. Ob er irgendwann von der Musik leben will? "Ja, das wäre schon schön."

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Sein großes Idol ist dafür Roland Kaiser. Er hofft, dass er sich wie der Schlagerstar seine Fans aufbauen und erhalten kann. Das sei wichtig in einer schnelllebigen Branche wie der Musik.

Auszeichnung für Arbeit auf rotem Teppich

Für seine Arbeit als Moderator und Reporter wurde der Fröndenberger nun sogar mit dem "Smago"-Award ausgezeichnet. Das ist ein Preis, in dem Künstler für besondere Dienste in der Schlagerszene geehrt werden.

Den Kontakt zur Realität hat der 41-Jährige aber nie verloren, steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden. "Das wichtigste ist und bleibt meine Familie", sagt er und bezeichnet sich selbst als totalen Familienmenschen. Deshalb genießt er besonders den gemeinsamen Urlaub, für den sich die von Mletzkos gerne mal ein abgeschottetes Plätzchen aussuchen.

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