Fröndenberger Radsportprofi kam vor 25 Jahren auf der Estonia ums Leben.

dzTragödie

Hans Kuhn kannte „Jago“, den Fröndenberger Sportler Paul Jagodzinski, gut. Zum Jahrestag des Fährunglücks der Estonia, bei dem Jago verstarb, erinnert er an der Mann, der ihm sein erstes Rad schenkte.

Fröndenberg

, 12.10.2019, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

In diesem Jahr jährte sich das Fährunglück der Estonia, einer Ostseefähre, die am 28. September 1994 auf ihrem Weg von Tallinn nach Stockholm vor der finnischen Insel Utö sank, zum 25. Mal.

Der ehemalige Fröndenberger Radsportler Hans Kuhn erinnert anlässlich des 25. Jahrestags der Tragödie daran, dass damals auch ein bekannter Radsportler aus Fröndenberg mit an Bord war und zu dem 852 Opfern zählte.

„Jago“, Paul Jagodzinski, war nach dem Krieg ein bekannter Radsportler aus der Union-Riege, dem Renn-Team der Zweiradteilefirma unter dem Dach der heimischen Radsportvereins „RV 31 Fröndenberg“. Wegen seiner beiden zweiten Plätze bei der Deutschen Straßenmeisterschaft 1952 und bei „Rund um Köln“ wurde der endschnelle Sprinter von der Hohenheide als erster Fröndenberger für eine Weltmeisterschaft in einer Olympiasportart nominiert, die in diesem Jahr in Italien stattfand.

Nach seiner Sportlaufbahn arbeitete „Jago“ bis zur Rente als Geschäftsführer einer Elektrofirma in Beckum.

Sein erster Nachfolger mit einer Fröndenberger WM-Teilnahme war „Stadtmoderator“ Hans Kuhn selbst, der 1969 den 8. Platz bei der Weltmeisterschaft in Brünn belegte. „Mein erstes Rennrad habe ich als Schüler von Paul Jagodzinski bekommen, wofür ich ihm stets dankbar bin“, sagt Hans Kuhn heute.

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