Fröndenberger Marinekameraden besuchen Seenotretter in Hooksiel und besichtigen Kreuzer

dzSpende übergeben

Wenn Menschen in Seenot geraten, tritt die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger auf den Plan. Die Marinekameradschaft Fröndenberg würdigt deren Arbeit mit Spenden.

Fröndenberg

, 19.09.2019, 14:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit vielen Jahren sammelt die Marinekameradschaft Fröndenberg Geld für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Der Großteil dieser Spenden wird an den Verein, der sich komplett durch Spenden finanziert, überwiesen. Ein kleiner Teil des Geldes übergeben die Kameraden allerdings auch direkt an die Besatzung des Rettungskreuzers „Bernhard Gruben“.

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Dieser liegt im Außenhafen von Hooksiel an der Nordsee. Die Mitglieder der Fröndenberger Marinekameradschaft wissen nur zu gut, was es heißt, bei Wind und Wetter zur See zu fahren. Die Spende soll eine kleine Anerkennung der Seenotretter und ein Dankeschön für deren Arbeit sein.

Besatzung setzt Leben und Gesundheit für Rettung anderer aufs Spiel

Die acht bis zehn Besatzungsmitglieder, die sich den Dienst auf der Bernhard Gruben in zwei Gruppen teilen, sind zum Teil Ehrenamtliche, die ihre Gesundheit und manchmal sogar ihr Leben riskieren, um andere aus Seenot zu retten.

Vormann Holger Speck, der die Spende entgegennahm, berichtete von einigen typischen Einsätzen: von Wattwanderern, die von der Flut überrascht wurden und geborgen werden mussten – oder vom Abschleppen einer Motorjacht nach Motorschaden, die hilflos in der Nordsee trieb, bis Hilfe in Form der Seenotretter kam.

Marinekameraden konnten auf dem Rettungsschiff einiges lernen

Zudem wurden die Kameraden aus Fröndenberg über das 23 Meter lange und 80 Tonnen schwere Schiff geführt. Von Bug bis Heck konnten sie so noch viel Neues über die Technik und die Arbeit der Retter erfahren.

So zum Beispiel über das im Heck mitgeführte sieben Meter lange Tochterboot „Johann Fidi“. Es wird eingesetzt, wenn der Tiefgang des Rettungskreuzers zu groß ist und die Besatzung weiter ins flache Wasser muss.

Besatzung verbringt wochenlange Dienstzeit auf dem Boot

Die mitgereisten Mitglieder der Fröndeberger Marinekameraden bekamen außerdem eine Vorstellung vom Leben an Bord. Die Besatzung des Seenotkreuzers verbringt die wochenlange Dienstzeit/Wache an Bord des Schiffs.

Ein Highlight war die Besichtigung der Brücke, von der aus der Seenotkreuzer gesteuert wird und die Einsätze koordiniert werden. Vormann Holger Speck erklärte die verschiedenen wichtigen Instrumente wie Funk und Navigationscomputer ausführlich.

Die größte Erkenntnis der Gäste aus Fröndenberg am Ende des aufregenden Tages: Mühe und Spenden lohnen sich, wenn sie so wertvoll und sinnvoll eingesetzt werden.

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