Mit der Mitgliedschaft in sieben Schützenvereinen und einem Königstitel 2005 hat der neue Kulturamtsleiter Michael Tillmann gute Chancen, Altbürgermeister Willi Demmer (drei Mal Schützenkönig) noch einzuholen.

Fröndenberg

, 10.10.2018, 17:27 Uhr / Lesedauer: 3 min

Zum Scherzen aufgelegt war Bürgermeister Friedrich Wilhelm Rebbe am Mittwoch bei der Vorstellung des neues Kulturamtsleiters im Rathaus. Hier hat Michael Tillmann zum 1. Oktober dieses Jahres seinen Dienst aufgenommen. Und damit die Nachfolge von Mechthild Wittmann angetreten, die ihm große Fußstapfen hinterließ.

Feste Größe abgelöst

„Sie war eine feste Größe im Veranstaltungsmanagement und in der Kultur“, betonte Rebbe – und deshalb sei die Messlatte auch hoch angesetzt worden. Mit Michael Tillmann – so ist sich die Verwaltung sicher – habe man einen guten Fang gemacht. Denn: Der Neue sei nicht nur engagiert, er habe auch die Verbindungen, die für seinen Posten so nötig sind. Michael Tillmann ist gebürtiger Fröndenberger, kommt aus der Palz, lebt in Bentrop, engagiert sich in der Freiwilligen Feuerwehr, in der Elternpflegschaft der Overbergschule, in sieben Schützenvereinen sowie im Vorstand der Interessengemeinschaft der Schützenvereine. „Ein starker Bezug zu Fröndenberg war uns wichtig“, betont der Bürgermeister. Und für Michael Tillman hat genau das den Reiz an der neuen Stelle ausgemacht.

Vater von zwei Kindern

Der 46 Jahre alte Vater von zwei Kindern (sechs und neun) ist eigentlich Betriebswirt und arbeitete zuvor bei der Sparkasse Hagen-Herdecke. Durch die Fusionen der Sparkassen seien immer wieder Jobs gefährdet. Zwar hatte Tillmann gute Aussichten, bei der Sparkasse ein neues Gebiet zu besetzten, doch weil nicht klar sei, wohin die Reise der Sparkasse in Zukunft geht, hatte er sich für den „reizvollen“ Posten in der Ruhrstadt entscheiden.

Hier kann Tillmann all das einbringen, was ihn im Privatleben, eben durch sein Engagement, ohnehin umtreibt. „Überhaupt: Vereinswesen ist mein Ding“, sagt der Neue in der Verwaltung. Vereine könnten sich gar nicht genug vernetzen, lautet seine Devise für die bevorstehende Arbeit in Fröndenberg. Ein Punkt, bei dem er an die Vorarbeit, die Mechthild Wittmann geleistet hat, nahtlos anknüpfen möchte.

Ein weiterer Vorteil des neuen Jobs: Jetzt sind es nur noch zehn Minuten bis zur Arbeit anstatt einer Stunde. Freizeit, die Tillmann sinnvoll nutzen möchte – für noch mehr Vereinsarbeit.

Der Job musste schnell besetzt werden

„Der Bereich durfte auf keinen Fall brach liegen“, sagt Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe über den Job des Kulturamtschefs. Denn allein bis zum Jahresende gibt es noch alle Hände voll zu tun. Und auch für das kommende Jahr ist die To-do-Liste lang.

„Ich muss mich da erst einmal einarbeiten“, sagt Michael Tillmann. Anschließend könnten etwa neue Veranstaltungskonzepte geplant und Ideen verwirklicht werden, für die die Verwaltung durchaus offen sei, wie der Bürgermeister betont.

Doch zunächst steht die Vorbereitung des Christkindelmarktes vor der Tür. Eine Menge Arbeit – musste doch die Werbegemeinschaft ihr Engagement für diese Traditionsveranstaltung aus personellen Gründen zurückfahren. Die Stadt ist hierbei nun stärker gefragt.

Im Bereich Städtepartnerschaften wird Tillmann für das kommende Jahr Unterstützung von der Referentin des Bürgermeisters, Birgit Preising, bekommen, damit er genug Zeit hat sich einzuarbeiten.

Noch vor dem Christkindelmarkt organisiert der neue Kulturamtsleiter das Treffen mit den Neuenradern, die im November kommen, um das Markgrafengrab in der Stiftskirche zu besuchen – und anschließend im Stiftskeller zu feiern. Außerdem steht gegen Ende noch das große Silvesterkonzert mit der Neuen Philharmonie Westfalen im Veranstaltungskalender.

Vernetzung der Schützenvereine

Für die Vernetzung der Schützenvereine, die gerade aufgrund der immer schärferen Sicherheitsauflagen an Bedeutung gewinnt, ist Michael Tillmann, selber Schütze, prädestiniert. Bereits jetzt sitzte er mit weiteren Mitarbeitern der Stadtverwaltung zusammen, um zum Beispiel eine Informationsveranstaltung für das Schützenwesen im kommenden Jahr zu planen. Für Februar ist ein ähnlicher Termin angedacht, wie es ihn auch in diesem Jahr gegeben hat. So können rechtzeitig Fragen rund um die Organisation der Feste und Umzüge mit dem Schwerpunktthema Sicherheit geklärt werden.

Aus dem alten Holz gefällter Bäume soll in Fröndenberg 2019 wie berichtet Kunst werden. Geplant sind Bildhauerworkshops und eine Ausstellung der Skulpturen auf dem Bauernmarkt. Anschließend könnten die Kunstwerke in den einzelnen Ortsteilen aufgestellt werden. Das Konzept für die außergewöhnliche Aktion soll ebenfalls Michael Tillmann ausarbeiten.

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