Rückkehr ins Klassenzimmer: Grundschulleitungen blicken entspannt auf den Start

dzRegelunterricht in Fröndenberg

Lange hat das Coronavirus Unterricht im gewohnten Umfeld für Grundschüler unmöglich gemacht. Dabei sei das gerade für Grundschulkinder besonders wichtig, erklären die Fröndenberger Schulleiterinnen.

Fröndenberg

, 11.06.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rollierender Unterricht und Lernen auf Distanz haben für sie ein Ende: Am Montag, 15. Juni, sollen alle Grundschülerinnen und Grundschüler wieder gleichzeitig in die Schule. Für die Grundschulen ist das gar keine allzu große logistische Herausforderung mehr. Denn für den Unterricht im Klassenzimmer sind die Abstandsregeln aufgehoben, wie Monika Corbach, Leiterin der Overbergschule, erklärt.

Für die Kinder bedeute das: keine Kleingruppen mehr – stattdessen Unterricht beim Klassenlehrer im Klassenverband, und was für einige Kinder ganz wichtig sei: auch im vertrauten Raum.

Weiterhin gesperrt bleibt an der Overbergschule die Turnhalle; Sport sei auch im Freien möglich, erklärt die Schulleiterin. Es werde verstärkt geputzt und desinfiziert. Die Kinder, die sich in den vergangenen Wochen schon gut an das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gewöhnt hätten, sollten diesen auch beim Betreten des Gebäudes und außerhalb ihrer Unterrichtsräume tragen.

Mundschutz im Klassenraum würde den Unterricht stören

Im Klassenraum Mundschutz tragen? Das funktioniere an einer Grundschule nicht. Gerade im Unterricht mit Kindern sei die Arbeit mit Gestik und Mimik besonders wichtig. „Wir müssen gucken“, sagt Monika Corbach entspannt, ob die Rückkehr zum Normalzustand funktioniere. Die Kinder würden sich freuen. Treffen sie doch jetzt ihre Freunde wieder, von denen die auch an den Nachmittagen zuletzt meist isoliert waren.

Silke Lakrabi, Leiterin der Gemeinschaftsgrundschule, hätte sich gewünscht, dass der Rückkehr zum normalen Unterricht erst nach den Sommerferien vollzogen wird. Nicht zuletzt, weil die Schule zum Lernen auf Distanz eine gute Regelung gefunden habe.

Zeitversetzter Unterricht an der Gemeinschaftsgrundschule

Nun kommen die Kinder zeitversetzt wieder zurück in die Schule. Sie lernen in ihrem Klassenverband, wenn möglich bei ihren Klassenlehrern und in den vertrauten Räumen. Die Klassen sind allerdings in Gruppen aufgeteilt, die jeweils zeitversetzt um eine Stunde starten. Für Schülerinnen und Schüler, die nicht passend gebracht oder abgeholt werden können, gebe es ein Betreuungsangebot.

„Es ist ja auch schön, die Kinder wiederzusehen.“
Silke Lakrabi, Schulleiterin der Gemeinschaftsgrundschule

Zeitversetzt beginnt auch der Unterricht an der Sonnenbergschule, dessen Leiterin aktuell erkrankt ist. Dort werden die Schüler 15 Minuten zeitverzögert starten, teilt Silke Lakrabi für die Sonnenbergschule mit. An beiden Schulen werde so weit wie möglich auf das Einhalten der Hygienevorschrifte geachtet. Das bedeute genauso wie an der Overbergschule auch, dass die Kinder außerhalb des Unterrichts eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen sollten.

Eltern wurden von den Schulen informiert

Die Konzepte der drei Fröndenberger Grundschulen sind bereits mit dem Schulträger abgestimmt. In den Bereichen Unterrichtsbeginn, Eingänge et cetera, agiert jede Schule etwas anders. Über die jeweiligen Details seien die betroffenen Familien in dieser Woche mit Elternbriefen informiert worden, teilen die Schulleiterinnen mit. Bisher seien nur in wenigen Fällen Bedenken seitens der Eltern an die Schulleitungen herangetragen worden.

Jetzt lesen

Was für alle drei Schulen gilt: Die Kinder kehren in ihr gewohntes Lernumfeld, zu den bekannten Lehren und Klassenkameraden zurück. Nun hoffen alle Beteiligten auf einen reibungslosen Start. „Es ist ja auch schön, die Kinder wiederzusehen“, sagt Silke Lakrabi.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Digitales Schützenfest
Schützenverein Kirchspiel Bausenhagen: Von ungewollten und flüchtigen Schützenkönigen
Hellweger Anzeiger Gastronomie in Fröndenberg
„Mit Spuckschutz schmeckt doch kein Bier“: Christel Püttmann lacht das Coronavirus weg
Hellweger Anzeiger Kunst in Fröndenberg
Fröndenberger Kinder lernen umstrittene Kunstform: „Graffiti ist mehr als eine Schmiererei“