Randalierer aus Fröndenberg geht auf Flucht in der Ruhr baden und löst Großeinsatz aus

dzMotiv unklar

Auf dem Weg von Menden nach Fröndenberg riss ein 27-jähriger Randalierer Leitpfosten aus, bewarf Autos damit und sprang dann in die Ruhr. Seine Beweggründe stellen die Polizei vor ein Rätsel.

Fröndenberg

, 28.05.2020, 08:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viele Fröndenbergerinnen und Fröndenberger hörten den Einsatz in den Abendstunden, Polizei und Feuerwehr waren auf dem Weg Richtung Ruhr: Ein Fröndenberger hatte erst randaliert und ist anschließend auf der Flucht vor der Polizei in den Fluss gesprungen.

Der Mann war am Mittwochabend gegen 21.50 Uhr auf dem Seitenstreifen der Fröndenberger Straße in Richtung Stadt unterwegs, wie Zeugen beobachteten. Rund 150 Meter vor der Einmündung Abtissenkamp riss er laut Polizei „urplötzlich“ einen Leitpfosten aus der Verankerung und warf diesen auf ein entgegenkommendes Auto. Der 23-jährige Fahrer des Pkw konnte ausweichen und alarmierte die Polizei.

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Der 27-jährige Randalierer griff unbeirrt zu einem zweiten Leitpfosten, warf diesen erneut Richtung Fahrbahn und traf diesmal den Pkw einer 56-jährigen Frau. Als die Polizei am Einsatzort eintraf, flüchtete der Mann Richtung Kanuclub und sprang unter der Ruhrbrücke ins Wasser.

Starke Strömung treibt den Fröndenberger ab

Weil die Strömung sehr stark war, wurde er schnell abgetrieben, konnte aber selbstständig ans Ufer klettern. Dort versteckte sich der 27-Jährige auf Mendener Seite in den angrenzenden Wiesen. Zwischenzeitlich war auch die Feuerwehr alarmiert. Die Einsatzkräfte musste davon ausgehen, dass der Randalierer es nicht aus eigener Kraft ans Ufer schafft. Die Feuerwehr fand ihn allerdings wohlbehalten auf dem Trockenen. Der Mann befand sich nicht lange im Wasser, teilte Polizeihauptkommissar Dietmar Boronowski am Donnerstag mit.

Noch vor Ort wurde der junge Mann medizinisch durchgecheckt, die Polizei führte einen Alkoholtest durch. Laut Polizei war der Mann unversehrt und nicht alkoholisiert. Deshalb musste der 27-Jährige auch wieder entlassen werden.

Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Warum er randalierte und die Leitpfosten auf Autos warf: „Da sind wir alle gespannt“, sagt Dietmar Boronowski über die ungewöhnliche Tat. Normalerweise seien bei solch auffälligem Verhalten Alkohol oder Drogen im Spiel. Das Rätsel lasse sich aber erst in ein paar Tagen lüften. Der Randalierer werde zunächst Post von der Polizei erhalten.

Sein nächtlicher Ausraster hat nicht nur den Straßenverkehr gefährdet, sondern auch viele Einsatzkräfte gebunden. Eine weitere Straftat sei das allerdings nicht. „Die Polizei ist kostenlos“, so Boronowski. Lediglich die Feuerwehr könne im Nachgang versuchen, Ansprüche geltend zu machen.

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