Bei der Stadtbücherei weiter am Ball bleiben: Frauennetzwerk will 2020 weiter mitmischen

dzFrauennetzwerk Fröndenberg

16 Jahre Frauenpower in Fröndenberg: Dafür steht ein Netzwerk aus größtenteils berufstätigen und engagierten Frauen. Sie sind politisch, aber nicht parteipolitisch – und treten bei aktuellen Stadtgesprächen immer wieder auf den Plan.

Fröndenberg

, 03.01.2020, 15:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

16 Jahre ist die Gründung des Fröndenberger Frauenforums nunmehr her. Damals blickte Barbara Streich, Jahresvorsitzende 2020 und Initiatorin des Frauennetzwerks, in die Nachbarstadt Menden, in der es bereits ein lebhaftes Netzwerk engagierter Frauen gab. So etwas wollte sie für die Ruhrstadt auch auf die Beine stellen. Gesagt, getan.

Vier Frauen kamen zum kläglichen ersten Treffen: „Aber wer mich kennt, weiß, dass ich nicht aufgebe“, sagt Barbara Streich. Aktuell besteht das Netzwerk aus 19 Frauen, als Obergrenze sind 25 Mitglieder festgelegt.

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Das Frauennetzwerk ist ein Zusammenschluss von Frauen aus unterschiedlichen Berufsgruppen, die zum Teil stadtbekannt sind, gesellschaftspolitisch etwas zu sagen haben und bewegen möchten. Gern gesehen sind Frauen, die sich auch in der Politik engagieren. Das Netzwerk ist allerdings parteineutral, sprich: Es möchte in der Stadt ohne Parteifarbe mitgestalten.

Der Vorsitz des Frauennetzwerks wechselt jedes Jahr

In jedem Jahr, so auch für das bevorstehende Jahr 2020, wechseln im Frauennetzwerk Vorsitz und stellvertretender Vorsitz. Barbara Streich wurde für das Jahr 2020 einstimmig zur Jahresvorsitzenden gewählt, ihre Stellvertreterin ist Dr. Elke Wiechmann. Sie ist vor zwei Jahren auf das Frauennetzwerk aufmerksam geworden, und wollte sofort mitmachen. Auf Beständigkeit setzten die Frauen mit ihrer Kassiererin Anne Kling.

Bei einem gemeinsamen Essen, mit dem die Frauen das neue Jahr traditionell beginnen, wird die scheidende Vorsitzende Ursula Schulte-Borberg verabschiedet.

Spende für die Hebamme Anja Wulf

Zu den jährlichen Aktivitäten zählt die Übergabe einer Spende – bevorzugt an Projekte vor Ort, oder zumindest Projekte, die einen Bezugspunkt zu Fröndenberg haben. Im vergangenen Jahr ging die Spende an die Hebamme Anja Wulf, die in Daressalam, einer Stadt in Tansania, ein Geburtshaus unterstützt. Für dieses Jahr hat das Frauennetzwerk die engagierte Fröndenbergerin eingeladen, um mehr über ihr Projekt in Afrika zu erfahren.

Neben der eigenen Weiterbildung durch Ausflüge und Exkursionen begleiten die Frauen Entwicklungen der Stadt mit kritischem Blick. Besonders am Herzen liegt dem Netzwerk die Entwicklung der Stadtbücherei, für die sich die Frauen bereits 2019 eingesetzt haben. Um herauszufinden, wie sie sich als Bürgerinnen bei der Ausarbeitung des Büchereikonzepts einbringen können, ist ein Treffen mit Bibliothekarin Doris Wehowski geplant.

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Neben einem Reisebericht zum Thema Bauhaus steht auch ein Besuch bei der Jüdischen Gemeinde in Unna für 2020 an. „Toll, dass die Gemeinde von einer Frau geleitet wird“, sind sich die Frauen über die Rolle der Gemeindevorsitzenden Alexandra Khariakova einig.

In der Vergangenheit hat das Netzwerk immer wieder Projekte mit Mädchen und Frauen unterstützt. Diese Tradition möchten die Frauen auch in 2020 weiterführen.

Im Sommer wird die Schwerter Senfmühle besucht

Im Sommer wollen die Netzwerkfrauen die Senfmühle in Schwerte besuchen, um sich über die Produktion des lokalen Senfes zu informieren – so wie sie in der Vergangenheit bereits einige Handwerksbetriebe in Fröndenberg und Umgebung besucht haben. Weiter gehören eine mehrtägige Fahrt und der Besuch von Kulturveranstaltungen zum Jahresprogramm.

Kontakt zum Frauennetzwerk

  • Ansprechpartnerin für alle Fragen rum um das Frauennetzwerk und für interessierte neue Mitglieder ist die aktuelle Vorsitzende Barbara Streich.
  • Sie ist zu erreichen unter Tel. (02373) 97 45 86 oder via Mail an b.streich@online.de.

Mit Veranstaltungen, an denen alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt teilnehmen können, öffnet sich das Frauennetzwerk immer wieder nach außen. Wer intern mitmachen möchte, sollte in den erlesenen Kreis passen. Daher suchen die Frauen Mitstreiterinnen aus verschiedenen Berufsgruppen, sodass die Gruppe von unterschiedlichen Erfahrungen profitieren kann. Gerne gesehen wären noch Frauen aus den Bereichen Kunst und Kultur.

Barbara Streich selbst war Krankenschwester, Elke Wiechmann ist Politikwissenschaftlerin und Anne Kling ist Diplom-Verwaltungswirtin.

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