Ministerin Scharrenbach: „Herr Freck, stellen Sie Anträge – ich schaue darauf!“

dzCDU-Neujahrsempfang

CDU-/FDP-Bürgermeisterkandidat Heinz-Günter Freck nutzte den Neujahrsempfang der Fröndenberger CDU, um seine politischen Schwerpunkte zu skizzieren. Von einer Ministerin gab es eine Empfehlung.

Fröndenberg

, 12.01.2020, 16:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

In einen voll besetzten Pfarrsaal St. Marien blickten die Redner beim Neujahrsempfang der Fröndenberger CDU. Während Heinz-Günter Freck, der Bürgermeisterkandidat von CDU und FDP in eigener Sache sprach, gab Landesministerin Ina Scharrenbach dem Beigeordneten einen wohlmeinenden Rat.

»Eine ideologische Verkehrspolitik gegen die Autofahrer wird es mit der CDU nicht geben.«
Olaf Lauschner, CDU-Stadtverbandsvorsitzender

Ob man im kommenden Jahr wohl in einen größeren Saal umziehen müsse, rätselte CDU-Stadtverbandschef Olaf Lauschner, so dicht gefüllt war das Pfarrzentrum auf dem Sodenkamp.

Olaf Lauschner hat mit Marktquerung noch nicht abgeschlossen

Möglicherweise lockte die bevorstehende Kommunalwahl ein paar Neugierige mehr als sonst. Olaf Lauschner zeigte jedenfalls schon einmal klare Kante: Die CDU werde genau beobachten, wie sich die Sperrung der Marktdurchfahrt auswirkt. „Eine ideologische Verkehrspolitik gegen die Autofahrer wird es mit der CDU nicht geben“, kündigte Lauschner an. Keines der Themen im vergangenen Jahr habe „die Bevölkerung emotional so aufgewühlt“.

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Ministerin Scharrenbach: „Herr Freck, stellen Sie Anträge – ich schaue darauf!“

Landesministerin Ina Scharrenbach sprach als Gastrednerin auf dem Neujahrsempfang der CDU Fröndenberg. © Marcus Land

Zur Sache

Lob von Scharrenbach für Fröndenberger Stadtumbau

  • Gastrednerin Ina Scharrenbach gab ihren Parteifreunden in Fröndenberg mit auf den Weg, sich von Miesmachern, die sich heutzutage dank der Sozialen Medien zuhauf zu Wort meldeten, nicht entmutigen zu lassen.
  • Als NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Städtebau und Gleichberechtigung habe sie das Engagement der Stadt beim Stadtumbau positiv wahrgenommen. So komme zum Beispiel eine Förderung des Landes von 718.000 Euro für ein Vorhaben auf dem Karl-Wildschütz-Platz „nicht von ungefähr“, so Scharrenbach.
  • Bei allen noch kommenden Aufgabe wünsche sie den Verantwortlichen der Stadt „kreative Gelassenheit“. Allein in Berlin seien noch 15 Milliarden Euro an Fördermitteln von den Kommunen nicht abgerufen worden.
  • „Bitte verbauen Sie das“, rief Scharrenbach und mit Blick zum Bürgermeisterkandidaten ihrer Partei: „Herr Freck, stellen Sie jede Menge Anträge. Ich schaue darauf.“

Nachdem CDU-Kreisvorsitzender Marco Morten Pufke den Parteifreunden Mut gemacht hatte („Ich bin mir sicher, dass das Wahlergebnis in Fröndenberg für strahlende Gesichter sorgen wird“), stellte Heinz-Günter Freck seine Schwerpunkte vor, sollte er neuer Verwaltungschef werden.

Neben den angeschobenen Projekten wie Sportpark Ruhr, Feuerwehr-Neubauten und Schulsanierungen seien ihm eine Verbesserung des ÖPNV und des Radwegenetzes wichtig, dringend benötige Fröndenberg zudem weitere Gewerbeflächen und Wohnbauflächen, „auch für Menschen, die sich kein Eigenheim leisten können“.

Beim Breitbandausbau für den Westen erwarte er 2020 „einen Durchbruch“, den Bildungsstandort Fröndenberg wolle er weiter stärken und beim Tourismus schwebe ihm ein Themenschwerpunkt Ruhrtalradweg vor.

Dabei werde er einen „klaren Blick für die Finanzen behalten“, so Freck, der auffälligerweise das „Wir“ von Politik und Verwaltung bei zurückliegenden wegweisenden Beschlüssen des Rates hervorhob. Darauf sei er stolz.

Freck lobt sich nur einmal selbst – sonst regiert das „Wir“

Nur einmal brach er mit dieser Überparteilichkeit. „Ich bin auch stolz darauf, dass ich diesen Prozess maßgeblich mitgestalten konnte“, sagte der Beigeordnete.

Kurz ging der 58-Jährige, der in Werl lebt, auch auf die Wohnsitzfrage beim ersten Bürger der Stadt ein. In Fröndenberg zu wohnen halte er nicht für entscheidend, zumal er dennoch hier vernetzt sei. Er könne als Bürgermeisterkandidat stattdessen sein Fachwissen, seine Erfahrung und seine Ideen in die Waagschale werfen.

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