Fröndenberger Bürgerbus fährt vorerst nicht mehr

dzBusfahren in Fröndenberg

Der Vorsitzende des Bürgerbusvereins Jochen Oberschelp möchte vor allem seine älteren Fahrer vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen.

Fröndenberg

, 16.03.2020, 15:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bus- und Bahnfahren gehört zu den Aktivitäten, bei denen Menschen auf sehr engem Raum beieinander sitzen oder stehen. Fahrgäste können sich hier also besonders leicht mit dem Coronavirus infizieren. Ebenfalls sind aber auch die Fahrer einem hohen Risiko ausgesetzt.

Die vier Routen des Fröndenberger Bürgerbus werden in den nächsten Tagen nicht mehr befahren.

Die vier Routen des Fröndenberger Bürgerbus werden in den nächsten Tagen nicht mehr befahren. © Bürgerbus

Deshalb hat der Vorsitzende des Bürgerbusvereins Fröndenberg, Jochen Oberschelp, jetzt entschieden, den Fahrbetrieb einzustellen. Zunächst bis zum 19. April.

„Wir haben uns mit der Verwaltungsspitze beraten“, berichtet Oberschelp von Gesprächen mit der Fröndenberger Stadtverwaltung. Der Vorsitzende des Vereins sieht sich in einer besonderen Fürsorgepflicht für seine Fahrer, die zum Teil das Rentenalter erreicht haben oder auch gesundheitlich vorbelastet sind.

Nun hofft Oberschelp, dass der Wegfall der Linien keine allzu große Beeinträchtigung für die Fröndenbergerinnen und Fröndenberger darstellt. Die sollten ja ohnehin in den kommenden Tagen unnötige Aktivitäten vermeiden und soweit möglich zuhause bleiben.

Auch die VKU versucht die Ansteckungsgefahr im Bus so gering wie möglich zu halten. Einsteigen können Fahrgäste nur noch durch die Hintertür. Es gibt keine Tickets mehr beim Fahrer.

Fahrgäste der VKU-Busse sollen hinten einsteigen.

Fahrgäste der VKU-Busse sollen hinten einsteigen. © VKU

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