Fröndenberg soll Klimanotstand ganz konkret vor Ort bekämpfen

Resolution

Andere Städte haben den Klimanotstand bereits ausgerufen. Fröndenberg soll folgen. Getragen von einer Welle der Umweltschutz-Sympathie stellen die Fröndenberger Grünen eine entsprechende Resolution.

Fröndenberg

, 03.07.2019, 12:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fröndenberg soll Klimanotstand ganz konkret vor Ort bekämpfen

So sollte es aussehen in Fröndenberg, meinen die Grünen und fordern per Resolution, den Klimanotstand auszurufen. © picture alliance / dpa

Mit der Erklärung des Klimanotstandes würde der Rat die Eindämmung der Klimakrise und ihrer Folgen als Aufgabe von höchster Priorität definieren. Und bestätigen, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. In der nächsten Ratssitzung am Mittwoch, 10. Juli, soll der Rat die Resolution zum Klimanotstand auf den Weg bringen.

Mehr als nur Lippenbekenntnis

Doch die Resolution soll mehr sein als nur Lippenbekenntnis und Aufforderung an die übergeordneten Entscheidungsträger, mehr für den Klimaschutz zu tun. Ganz konkret soll der Rat selbst bei jeder von ihm zu treffenden Entscheidung Lösungen bevorzugen, die sich positiv auf Klima-, Umwelt- und Artenschutz auswirken. Und damit das nicht vergessen wird, soll die Verwaltung schon in den Beschlussvorlagen deutlich machen, wie sich eine Entscheidung aufs Klima auswirkt. Außerdem soll bei einer negativen Auswirkung auf das Klima ein alternativer klimaschonender Vorschlag von der Verwaltung gemacht werden. Gibt es den nicht, fordert die Resolution zumindest einen Vorschlag, wie das klimaschädliche Projekt ausgeglichen werden kann.

Konzept zum Umgang mit Extremwetterereignissen

Damit nicht genug: Jedes halbe Jahr soll die Verwaltung der Öffentlichkeit Rede und Antwort stehen, welche Fortschritte bei der Vermeidung von Emissionen gemacht wurden und wo es dabei Schwierigkeiten gibt. Zudem soll die Verwaltung Gas geben bei der Erstellung eines Konzepts zur Klimafolgenanpassung. Und die Resolution fordert, die schon spürbaren Folgen des Klimawandels abzufedern. „Das umfasst insbesondere eine Strategie zur Verbesserung des städtischen Mikroklimas“, heißt es in der Resolution. Besonders im oft gefluteten Ostbüren dürfte die Forderung auf Gegenliebe stoßen, auch ein Konzept zum Umgang mit zunehmenden Extremwetterereignissen aufzustellen.

Verpönte Resolutionen

CDU kündigt eigenen Antrag zum Klimaschutz an

  • Die Fröndenberger CDU ist bekanntlich kein Freund von Resolutionen aus fremder Feder. Doch inhaltlich können sich die Christdemokraten der Resolution der Grünen zum Klimanotstand durchaus anschließen, auch wenn der Begriff Klimanotstand in ihren Augen zu weit geht.
  • CDU-Fraktionschef Gerd Greczka kündigt daher an, in den kommenden Tagen einen eigenen Antrag zum Thema Klimaschutz stellen zu wollen.

Unternehmen, an denen die Stadt beteiligt ist, sollen mitziehen

Gleichzeitig sollen entsprechende Strukturen in der Verwaltung gestärkt werden, um den Klimaschutz als eine Querschnittsaufgabe wahrzunehmen. Darüber hinaus sollen auch städtische Unternehmen wie die Stadtwerke oder Unternehmen wie UKBS, Wirtschaftsförderungsgesellschaft oder Sparkasse, an denen die Stadt eine Beteiligung hat, verstärkt ihre Möglichkeiten im Klimaschutz ausloten. Die Resolution zum Klimanotstand ist Thema in der Sitzung des Stadtrates am 10. Juli um 17 Uhr im Stiftsgebäude, Kirchplatz 2.

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