Fröndenberger Rennradmuseum nimmt Konturen an: Förderverein gegründet

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„Die Geburt war nicht einfach, aber das Baby ist nun da“, zieht Bernd Kern erleichtert ein Fazit. Mit der Gründung des Fördervereins ist ein Träger für das geplante Rennradmuseum gefunden.

von Peter Benedickt

Fröndenberg

, 15.10.2019, 11:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bernd Kern hatte für Montagabend in die Gaststätte „Zum Markgrafen“ in Fröndenbergs Mitte eingeladen. Er wollte gemeinsam mit weiteren Unterstützern eine solide Basis für ein weiteres Highlight in der Ruhrstadt schaffen: „Wir haben einen Spender für zahlreiche Exponate, ein Standort ist vorhanden, die Förderzusage steht, aber ohne Trägerverein kein Konzept“, beschreibt Bernd Kern das Problem.

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Erst zeigte er sich sichtlich enttäuscht: „Ich hatte schon mit größerer Resonanz gerechnet.“ Doch zur Vereinsgründung würden nur sieben Personen benötigt und „ein paar Interessierte mehr sind wir dann doch“. Sogar ein Gast aus Schwerte war extra angereist, weil er aus der Presse von der Versammlung erfuhr und sich mit der Idee identifiziert.

Es gibt keine zwei Meinungen

Dazu, dass ein Zweirad-Museum der Stadt gut zu Gesicht stehen würde, gab es keine zwei Meinungen. Die Verwaltung will nicht in die Trägerschaft eintreten, verspricht aber Unterstützung. Der Werbering, ebenfalls angesprochen, hat nicht die personellen Möglichkeiten.

„Die Gründung eines Förderverein ist heute das Ziel“, beschrieb Kern. Malt aber in schwarzen Farben: „Klappt es nicht, dann stirbt die Idee.“ Was schade wäre, denn über das Leader-Projekt sind bereits Gelder fest zu gesagt: „Es ist kein Sprung ins kalte Wasser.“ Ein weiterer Pluspunkt: Radsport-Insider Hans Kuhn stellt sich als Berater zur Verfügung. Er beschwor die Anwesenden, sich die große Chance nicht entgehen zu lassen.

Eigene finanziellen Mittel müssen nicht aufgebracht werden

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 64.200 Euro, 65 Prozent werden gefördert, 22.470 Euro beträgt die Eigenleistung. Die wiederum werden als rechnerische Stundenlöhne eingebracht. Damit muss ein Förderverein keine Finanzmittel übernehmen.

Trotz dieser mahnenden Worte gingen die Blicke von Bernd Kern fast bittend durch den Raum, als es zur Wahl des geschäftsführenden Vorstandes kommt. Denn ein 1. Vorsitzender, Bernd Kern, ein Stellvertreter, Jürgen Labs, und die Geschäftsführerin, Bettina Hartwig-Labs, waren schnell gefunden. Dann stockte es. Erst als die neue Geschäftsführerin inständig nachhakte, „jetzt haben wir den größten Teil des Weges geschafft, lasst uns nicht im Stich“, erklärt Jörg Pfitzner, sich als Kassenwart zur Verfügung zu stellen.

Der Förderverein Rennradmuseum Fröndenberg kann nun seine Arbeit aufnehmen.

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