Fröndenberg rechnet bei Gewerbesteuer mit Punktlandung

dzPrognose für Haushalt 2018

Sie sind ein wesentlicher Teil des städtischen Haushaltes: die Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Im laufenden Jahr scheint die Prognose der Stadt aufzugehen. Der Kämmerer weiß um die Unwägbarkeiten.

Fröndenberg

, 24.07.2018, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die ersten beiden Quartale sind ins Land gegangen – und damit gab es auch bereits zwei Zahltermine für die Gewerbesteuer: Für Fröndenberg entwickelt sich eine der wichtigsten Einnahmequellen in diesem Jahr annähernd wie erwartet. Rechne er die bisherigen Abschlagszahlungen der Fröndenberger Unternehmen hoch, lande die Stadt am Ende bei einer Jahresbuchung von rund 5 Millionen Euro, sagte Heinz-Günter Freck am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung. In den Haushalt 2018 hatte die Verwaltung einen Betrag von 5,5 Millionen Euro also voraussichtliche Einnahme eingestellt. Demnach würden dem städtischen Etat zehn Prozent in der Endabrechnung fehlen. Den Finanzpolitikern des Rates konnte der Kämmerer indes versichern, dass man im Gesamtergebnis das gesteckte Ziel wohl erreichen werde. „Das Thema ist hochbeweglich, die Zahlen können sich noch deutlich verändern“, sagt Freck. Die Schwankungsbreite liegt an der komplizierten Erhebung und Berechnung der Gewerbesteuer. Die Steuer für das laufende Jahr werde zunächst auf der Basis von Daten erhoben, die sich auf das zuletzt abgeschlossene Geschäftsjahr, also aktuell das Jahr 2016, beziehen. Das ist der Gewerbeertrag der Unternehmen multipliziert mit der Steuermesszahl. Auf diese Zahl wendet die Stadt Fröndenberg dann ihren Steuerhebesatz an. Die Steuer für 2018 muss letztlich aber auf den Gewerbeertrag aus dem Jahr 2017 angewendet werden. Diese Zahl wird erst Ende des Jahres feststehen. Dann werden die Abschläge verrechnet und unterm Strich zeigt sich, „wer zu viel und wer zu wenig gezahlt hat“, erläutert der Kämmerer.

Weil Fröndenberg strukturell gewerbesteuerschwach ist, geht die Kämmerei bei ihren Schätzung grundsätzlich eher zurückhaltend vor. Im Jahr 2016 betrug das Aufkommen am Ende 4,98 Millionen Euro, 2017 war ein konjunkturell starkes Jahr mit Gesamteinnahmen von 6,38 Millionen Euro. Viele Stellschrauben hat die Kommune nicht, um die Höhe der Gewerbesteuern wesentlich zu beeinflussen. Zumal das Stadtgebiet weitreichend als Wasserschutzgebiet ausgewiesen ist, neue industrielle Ansiedlung als schwierig bis gar nicht möglich ist. Daher ist der Wunsch des Fröndenberger Kämmerers nur allzu verständlich: „Wir hoffen immer, dass sich unsere Unternehmen vor Ort gut entwickeln und Wachstum haben.“ Den ein guter Gewinn bedeutet auch eine hohe Gewerbesteuer.

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