Friedrich-Wilhelm Rebbe zur Reimann-Versetzung: „Hochgradige Ressourcenvergeudung“

dzStellungnahme

Nachdem bekannt wurde, dass der ehemalige Leiter des Treffpunkts Windmühle, Thomas Reimann, versetzt wurde, positioniert sich nun Fröndenbergs Bürgermeister – und übt scharfe Kritik.

Fröndenberg

, 03.03.2020, 16:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Kaum eine andere Nachricht hat in den letzten Tagen in Fröndenberg für eine derartige Unruhe und ein derartiges Unverständnis gesorgt, wie die Nacht- und Nebelaktion der Umsetzung von Thomas Reimann, dem langjährigen Leiter der Stadtteileinrichtung Windmühle durch den Kreis Unna“, leitet Fröndenbergs Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe seine Stellungnahme ein.

Viele Dinge seien dazu aus berufenem Munde, „nämlich von den Betroffenen selbst“, gesagt worden. Rebbe beschreibt Thomas Reimann als einen „ausgewiesenen Fachmann, der immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Menschen hat, der lösungsorientiert Hilfe und Unterstützung anbietet, der dazu beigetragen hat, ein ganzes Wohnquartier lebens- und liebenswert zu gestalten“.

Versetzung ins Kreishaus

Aus dem Kreishaus höre er „unbestätigt“, dass Thomas Reimann zukünftig Vormundschaften bearbeiten soll. „Oh ja, als ehemaliger Leiter des Fachbereichs Familie und Jugend beim Kreis Unna ist mir bewusst, wie wichtig diese Aufgabe ist“, so Rebbe weiter. Aber Thomas Reimann sei der Mann für die Basis, der Netzwerker, der Mann ganz vorne und nicht für das Aktenstudium am Schreibtisch. Eine solche Umsetzung sei „hochgradige Ressourcenvergeudung“.

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Und für eine solche Leitungsentscheidung ohne jegliche Alternative für die Arbeit vor Ort müsse die Stadt Fröndenberg im Rahmen der differenzierten Kreisumlage den finanziellen Background leisten, ist der Bürgermeister verärgert.

Von beabsichtigten „konzeptionellen Veränderungen“ der Arbeit in der Windmühle habe der Kreis gesprochen: „Bei jeglichen Überlegungen sehe ich uns in Fröndenberg allerdings als allererste Ansprechpartner. Das ist bisher nicht geschehen.“

Schnelles Konzept muss her

Friedrich-Wilhelm Rebbe erwartet nun ein schnelles Konzept zu der Frage, wie es im Treffpunkt Windmühle weitergeht.

Am Ende eines vor kurzer Zeit im Kreishaus geführten Gesprächs habe er scherzhaft gesagt, dass er sich am Ende seiner Bürgermeister-Amtszeit als Fachbereichsleiter Familie und Jugend bewerben werde, wenn Katja Schuon dann Bürgermeisterin in der Kreisstadt Unna geworden ist.

Darauf habe der Dezernent Torsten Göpfert entgegnet: „Nee, nee, es soll ja schließlich gut werden!“

„Nee, Torsten Göpfert“, sagt jetzt der Bürgermeister – „so wird es jedenfalls nicht gut!“

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