Freudensprünge nach langem Aufenthalt in der Tierklinik: Monty geht es wieder gut

dzMutmaßlicher Messerangriff

Ein Angriff auf das Fohlen Monty vor einigen Wochen versetzte Familie Dülken einen großen Schrecken. Am Dienstag durften sie das Tier wieder nach Hause holen – es war „ein Bild für die Götter“.

Fröndenberg

, 07.11.2018, 10:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Meike drängelte sich auf der Weide ganz nach vorne, als sie ihr Fohlen Monty endlich wiedersehen durfte – während Aurora Freudensprünge absolvierte. „Es war ein Bild für Götter“, sagt Claudia Dülken über das Verhalten der Pferde. Am Dienstag ist die ganze Familie zur Tierklinik nach Telgte gefahren, um Monty abzuholen. Das Fohlen war fast drei Wochen in der Klinik, in der eine große Verletzung am Hinterlauf behandelt werden musste. Die Dülkens gehen davon aus, dass Monty mutwillig verletzt wurde (wir berichteten).

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Entzündungen und Kolik nach schwerer Operation

Nach der Operation musste Monty mit einer Kolik kämpfen und mit einer Entzündung der Wunde. Dennoch hatte das Fohlen großes Glück. Obwohl der Schnitt sehr tief war, wurden weder Bänder noch Knochen beschädigt. Eigentlich wollten die Dülkens das Tier schon am vergangenen Freitag nach Hause holen, doch wegen der Entzündung gaben die Tierärzte erst jetzt grünes Licht. Die Freude der Herde war nicht zu übersehen., beschnupperten sie ihr jüngstes Mitglied doch ausgiebig.

Freudensprünge nach langem Aufenthalt in der Tierklinik: Monty geht es wieder gut

Monty und seine Mutter konnten nicht aufhören, sich zu beschnuppern. © privat

Auf die Anzeige folgte Stille

Von der Polizei hat die Familie noch nichts gehört und von anderen Pferdebesitzern ausschließlich Mitleidsbekundungen und Empörung über Menschen, die zu solch einer Tat fähig sind. Offenbar sind viele davon überzeugt, dass jemand das Tier verletzt hat. Claudia Dülken hatte gehofft, dass sie mit ihrem offenen Umgang auch andere Pferdebesitzer ermutigen würde, über ihre Erfahrungen zu sprechen – doch solche Nachrichten erreichten die Familie nicht.

Die Dülkens, die ihre Pferde in der Freizeit reiten, hoffen, dass nun alles ruhig um die Vierbeiner bleibt. Sie werden im Winter auf einer verborgenen Wiese bleiben. Im nächsten Jahr geht es für die Tiere dann wieder zur Weide an der Eulenstraße – dorthin, wo die Familie ihr Fohlen mit eine tiefen Wunde am Hinterlauf aufgefunden hat. Claudia Dülken hofft, dass die Pferde sich normal verhalten werden, doch sie weiß: „Schlimme Sachen vergessen sie nicht.“

Freudensprünge nach langem Aufenthalt in der Tierklinik: Monty geht es wieder gut

Monty war erst fünf Monate alt, als er schwer am Hinterlauf verletzt wurde. Dem jungen Hengst geht es nun wieder viel besser. © privat

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