Freispruch für Fröndenberger Busfahrer nach Vorwurf der sexuellen Belästigung

dzZu Unrecht beschuldigt

Über Wochen beteuerte ein Fröndenberger Busfahrer (48) vor dem Amtsgericht Unna seine Unschuld und wehrte sich vehement gegen den Vorwurf, ein Mädchen sexuell belästigt zu haben.

von Sylvia Mönnig

Fröndenberg

, 11.12.2018, 16:38 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Prozess gegen den Mann, der während einer Busfahrt im Juni einer 16-Jährigen mit anzüglichen Bemerkungen deutlich zu nahe gekommen und auch noch handgreiflich geworden sein sollte, begann Anfang November und zog sich über drei Verhandlungstage. Der Fröndenberger stellte jegliche Form eines Übergriffs in Abrede und versicherte, Opfer falscher Anschuldigungen zu sein.

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Anschuldigungen vor Gericht wiederholt

Das Gericht befragte daraufhin am zweiten Prozesstag die junge Frau. Sie wiederholte ihre Anschuldigungen gegen den 48-Jährigen und hatte den Zeugenstand schon fast wieder verlassen, als sie ein weiteres Detail anführte, das ihre Glaubwürdigkeit untermauern sollte. Ihren beiden Freundinnen gegenüber habe der Mann später geäßert, dass er ihr das Leben zur Hölle machen würde.

Ob der Pattsituation, in der es nun Aussage gegen Aussage stand, wollte der Richter auf die Vernehmung der beiden Freundinnen nicht verzichten. Sie wurden zum dritten Verhandlungstag am Dienstag geladen. Allerdings stellten sie unabhängig voneinander in Abrede, dass der Angeklagte ihnen gegenüber Drohungen gegen die Hauptbelastungszeugin ausgestoßen haben sollte. So etwas habe er nie gesagt.

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Nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten

Für den Fröndenberger Busfahrer, der auch in der Vergangenheit nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten war, endete das Verfahren dann relativ schnell mit einem Freispruch. In der Urteilsbegründung fand der Richter deutliche Worte. Es habe bereits Anhaltspunkte gegeben, dass die Aussage der jungen Frau nicht richtig gewesen sei und die beiden Zeuginnen hätten mit ihren Angaben auch nicht dafür gesorgt, dass sie glaubhafter geworden sei.

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