Eine Grundsanierung des Graf-Adolf-Stadions wünschen sich die Vereine schon seit Jahren. Inzwischen arbeitet ein Planungsbüro Ideen aus. Und gibt Einblick in die ersten Entwürfe.

Fröndenberg

, 20.11.2018, 12:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Verwaltung und Politik möchten mit dem Mammut-Projekt Sportpark Ruhr wie berichtet das Fröndenberger Sport- und Freizeitangebot auf ein neues Level heben. Die Anlage soll das Graf-Adolf-Stadion mit dem Hindenburghain, weiteren Sportplätzen und idealerweise der Ruhr zu einem Sport- und Freizeitzentrum verbinden, das Angebote für Junge und Ältere, für Vereins- und Freizeitsportler gleichermaßen bereithält.

Ein derart großes Projekt ist nicht über Nacht zu planen und zu realisieren. Deshalb wurde beschlossen, dort zu beginnen, wo der Schuh am meisten drückt. Beim stellenweise maroden Stadion an der Graf-Adolf-Straße, das immer noch einen Ascheplatz hat. Der Architekt Rochus Franke vom Planungsbüro SAF Unna erarbeitet gerade ein Konzept fürs Stadion, das in den Sportpark eingebettet werden soll. Jetzt hat er seine Ideen erstmals der Politik präsentiert.

Fußballfeld und Kampfbahn gehören zur Grundausstattung

Im Prinzip wird der Sportplatz, wie ihn die Fröndenberger kennen, vollständig überplant. Zur Grundlagenausstellung gehört weiterhin ein Fußballfeld und eine Leichtathletikkampfbahn. Außerdem werden Anlagen für die Leichtathletikdisziplinen Weitsprung, Hochsprung und Kugelstoßen in die Planung einbezogen. Speer und Diskustraining wird nicht mehr möglich sein, da im neuen Stadion auf Kunstrasen gekickt werden soll. Auch gelaufen wird nicht mehr auf staubiger Asche. Eine moderne Kunststoffbahn soll rund um das Sportfeld führen.

Freilufthalle und Fußballwand: Erste Pläne fürs Graf-Adolf-Stadion

Es soll eine Laufbahn für Leichtathleten und eine für Freizeitsportler geben. © SAF Unna

Besonderheit: Rochus Franke sieht um die Leichtathletiklaufbahn eine weitere Laufbahn für Jogging, Walking oder Nordic-Walking vor. Sie verbindet die Sportstätte mit dem Außenbereich und könnte weiter durch den Sportpark Ruhr führen. So könnten auch Freizeitsportler parallel zum Vereins- oder Schulsport das Stadion nutzen. An der Laufbahn für Jedermann soll es Outdoor-Fitnessgeräte geben, die auf die entsprechenden Nutzergruppen fürs Stadion abgestimmt werden können.

Interaktive elektronische Fußballtafel

Ein Gimmick: Sowohl für Vereins- als auch für Freizeitsportler könnte das Angebot im Stadion um eine interaktive, elektronische Fußball-Trainingswand, eine sogenannte Sutu-Wall ergänzt werden. Das Gerät, das man sich ähnlich wie eine Torwand vorstellen kann, soll vandalismus-fest sein.

Auch Inline-Skater und Rollschuhfahrer sollen im neuen Stadion ein Zuhause finden. Auf einer Asphaltbahn, die rund um die Sportanlage verläuft.

Freilufthalle und Fußballwand: Erste Pläne fürs Graf-Adolf-Stadion

In einer Freilufthalle könnten sowohl Vereinssportler, als auch alle anderen Fröndenberger bei schlechtem Wetter trainieren. © SAF Unna

Um Fußballern im Winter und bei starkem Regen eine Alternative zum Training unter freiem Himmel zu bieten, könnte neben dem Sportplatz eine sogenannte Kaltluft- beziehungsweise Freilufthalle gebaut werden. Dafür sprächen laut Architekt relativ geringe Baukosten sowie geringe Unterhaltskosten, da die Halle nicht beheizt werden muss. Ebenfalls wäre eine solche Anlage multifunktional, sprich auch für Freizeitsportler ähnlich wie eine Soccerhalle nutzbar.

Freilufthalle und Fußballwand: Erste Pläne fürs Graf-Adolf-Stadion

Zum neuen Station gehören auch neue Tribünen. © SAF Unna

Kosten für das Graf-Adolf-Stadion belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro

Daneben soll das Stadion Steh- und Sitztribünen bekommen, sowie ein modernes Eingangs- und Sicherheitssystem. Details wie etwa die Beleuchtung sind noch nicht konkret durchgeplant. Dennoch liefert das Planungsbüro eine erste Kosteneinschätzung: Nach dieser beliefen sich die Kosten für das Stadion auf rund 1,2 Millionen Euro, die Kosten für die Kaltlufthalle auf zusätzlich 180.000 Euro.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Arbeiten fürs Taschengeld

Ehrenamtliche gesucht: Team der Taschengeldbörse sucht Mitstreiter

Hellweger Anzeiger Fröndenberg Kreativ

Basteltipps und Anregungen: Bei dieser Kreativ-Messe gibt es nichts von der Stange

Hellweger Anzeiger eGovernment

Kommunen überfordert? Digitalisierung darf nicht am Ego der Entscheider scheitern

Meistgelesen