Freibad Dellwig: Vorzeitige Vertragsverlängerung fast in trockenen Tüchern

dzSchwimmen in Fröndenberg

Mit Unterstützung der Politik könnte die Zukunft des Freibads Dellwig bald für weitere zwölf Jahre gesichert sein. Der neue Vertrag ist inzwischen aufgesetzt und das Freibad-Team mit den Bedingungen sehr zufrieden.

Fröndenberg

, 04.06.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Um zukünftig besser planen zu können, eigens erwirtschaftetes Geld behalten zu dürfen und Fördermittel aus dem Leader-Topf zukunftssicher auszugeben, hat die Förderverein Freibad Dellwig gGmbH, auf die vorzeitige Verlängerung ihres Zuschussvertrags mit der Stadt Fröndenberg gedrängt – und dabei Unterstützung aus der Politik erhalten. Nun ist in Zusammenarbeit beider Partner ein Vertrag ausgearbeitet worden, über den der Stadtrat in seiner Sitzung am 24. Juni entscheiden soll.

Dass die Politik ganz klar hinter dem Freibad steht, hatte sie bereits in der Vor-Corona-Zeit deutlich gezeigt. Ob das angesichts der virusbedingt angespannten Finanzlage und entsprechender Zukunftsaussichten so bleibt, wird sich in wenigen Wochen zeigen.

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Der Geschäftsführer des Freibads, Dirk Weise, und sein Team fiebern dem Vertragsabschluss jedenfalls schon entgegen: „Wenn der Vertrag so tatsächlich verabschiedet wird, sind wir sehr zufrieden.“ Das Entgegenkommen der Stadt sei eine tolle Bestätigung für den Freibadverein und ein Zeichen, dass das Freibad Dellwig immer ein zuverlässiger Vertragspartner gewesen sei, so Weise.

Zweckbindungsfrist für Leader-Mittel

Ein Grund für den Wunsch nach der vorzeitigen Verlängerung des Vertrags um weitere zwölf Jahre war auch die Zweckbindungsfrist für Leader-Mittel der Europäischen Union. Mit Leader-Fördergeld möchte das Freibad Dellwig Sanierungsmaßnahmen durchführen. Würde es kurz darauf schließen, müsste das Geld eventuell zurückgezahlt werden.

Der neue Zuschussvertrag sieht nun eine Laufzeit von grundsätzlich mindestens zwölf Jahren vor. Beginn des neuen Vertrags wäre der 1. Januar 2021. Im Gegensatz zu dem bisherigen Vertrag bezuschusst die Stadt Betriebskosten, die der Verein nach Vorlage eines Wirtschaftsplans nicht selbst decken kann. Maximal stehen dafür 75.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Gewinne müssen nicht mehr wie bisher zurückgeführt werden. So kann der Freibadverein selbst erwirtschaftetes Geld eigenverantwortlich investieren und besser planen. Der bisherige Investitionskostenzuschuss in Höhe von 15.000 Euro wird nach 2021 im Gegenzug eingestellt.

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Für schlechte Zeiten behält sich die Stadt allerdings ein Sonderkündigungsrecht vor. Im zweiten aufeinanderfolgenden Jahr der Haushaltssicherung könnte sie den Vertrag mit der Freibad Dellwig gGmbH zum Ende des Folgejahres beenden. Dass dieser Notausgang für die Verwaltung sinnvoll ist, kann Dirk Weise vor allem vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie bestens verstehen.

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