Freibad Dellwig drängt auf vorzeitige Vertragsverlängerung mit der Stadt

dzFörderverein Freibad Dellwig

Eigentlich sind die Betriebskostenzuschüsse von der Stadt noch rund zwei Jahre sicher. Eine vorzeitige Verlängerung hätte gerade mit Blick auf zugesicherte Leader-Mittel allerdings Vorteile.

Fröndenberg

, 21.01.2020, 14:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Förderverein Freibad Dellwig blickt auf seine zweitbeste Saison zurück – und das Bad begeistert sozusagen als Geheimtipp immer mehr Gäste aus Nachbarstädten wie etwa Dortmund. Nachdem dann im vergangenen Jahr auch noch die Zusage auf Leader-Förderung für den Veranstaltungsbereich kam, war die Freude groß. Wenn der Vertrag auf Betriebskostenzuschuss mit der Stadt jetzt vorzeitig um ein Jahrzehnt verlängert würde, wäre das „ein Sechser im Lotto“, beschreibt es Geschäftsführer Dirk Weise.

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Dass die Stadt den Vertrag mit dem Bad, der bis Ende 2021 läuft, nicht verlängert, kann sich eigentlich keiner aus dem Freibad-Team vorstellen. Dennoch bleibt ein Restrisiko. Die vorzeitige Verlängerung wäre nicht nur eine grandiose Absicherung und der Lohn für die viele ins Freibad gesteckte ehrenamtliche Arbeit – es wäre auch im Sinne der Leader-Förderung.

Leader-Mittel könnten zurückverlangt werden

Denn die Förderung, so erklärt Weise, werde an Projekte vergeben, die in der Leader-Region nachhaltig wirken. Würde das Freibad in naher Zukunft den Betrieb einstellen, könnte es passieren, dass der Förderverein seine 75.000 Euro in den Leader-Topf zurückzahlen muss. Ein finanzielles Risiko.

Deshalb beabsichtigt der Förderverein Freibad Dellwig, für die kommenden Jahre einen jährlichen Betriebskostenzuschuss von der Stadt von weiterhin 75.000 Euro zu beantragen – und hofft, dass der Vertrag vorzeitig um weitere zehn Jahre verlängert werden kann. Auf die 15.000 Euro Investitionskostenzuschuss würde der Verein ab dem Jahr 2022 dann verzichten.

Gewinne könnten für weitere Investitionen genutzt werden

Stattdessen möchte der Förderverein beantragen, dass Gewinne aus dem Geschäftsbetrieb nicht an die Stadt zurückgeführt werden müssen. So könnte sich der Freibadverein auf einen schlechten Sommer finanziell vorbereiten oder Investitionen in das Bad tätigen.

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Die CDU-Fraktion beantragt nun, den Förderverein Freibad Dellwig und die gemeinnützige GmbH dahingehend zu unterstützen, damit das Freibad-Team seine ehrenamtliche Arbeit fortsetzen kann. „Wir werben für eine positive Entscheidung im Rat, damit das Freibad in Fröndenberg eine erfolgreiche Zukunft hat. Wir bitten um eine rasche Beratung im Rat“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Gerd Greczka.

Dirk Weise hofft, dass sich die anderen Fraktionen anschließen und gemeinsam mit der CDU für eine sichere Zukunft des Freibads einsetzen.

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