Frauen-Union: Fröndenbergs größter Stadtteil braucht einen sicheren Radweg für Kinder

dzAusbau in Ardey

Der geplante Radwegebau Richtung Frömern und Ostbüren weckt nun auch Begehrlichkeiten in Fröndenbergs größtem Stadtteil: In Ardey möchte man mit dem Fahrrad ebenfalls sicher unterwegs sein.

Ardey

, 28.11.2018, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Beste Aussichten - mit Schülern geht‘s bergauf“ - unter diesem Titel will die Stadt einen Radweg bauen, der die Gesamtschule Fröndenberg mit den Ortsteilen Ostbüren und Frömern verbindet. Ute Gerling freut sich über eine künftige sichere Wegeverbindung für Schülerinnen und Schüler auf dem Drahtesel. Als Ardeyerin findet sich jedoch auch, dass man an den größten Stadtteil Fröndenbergs denken sollte. Der Presse sei Anfang Oktober zu entnehmen gewesen, dass die viel befahrene Ardeyer Straße, „egal in welche Richtung es geht“, nicht sicher ist. Die Vorsitzende der Frauen-Union bezieht sich auf eine Äußerung von Bauamtsleiter Martin Kramme, der sich auf die aktuelle Beschilderung am Bahnhof in Frömern bezogen hatte, die auf die Ardeyer Straße verweist. Lücken im Radwegenetz sieht auch die Verwaltung, besonders die Anbindung von Altendorf und eben Ardey sei sehr schwierig zu gestalten.

Als Großmutter könne sie ihre Enkel nicht zwischen Lkw radeln sehen

Dennoch beantragt die Frauen-Union in einem Schreiben an den Bürgermeister, „den geplanten Fahrradweg von Frömern in Richtung Ardey weiterzuführen“. Sollten kurz- oder mittelfristig der marode Haarweg und auch die Feldstraße, deren Bankette stark ausgefahren seien, saniert werden, so Gerling im Gespräch mit unserer Zeitung, solle die Verwaltung die Möglichkeit einer Spur für Radfahrer bedenken, wünsche sie sich „auch als Großmutter“. Denn zwischen Lkw auf der Ardeyer Straße zu fahren sei für Schulkinder ein sehr großes Sicherheitsrisiko. „Könnte man einen Radweg an der Bahn entlang führen, wäre das natürlich super“, findet Gerling. Aber ihr sei auch bewusst, dass die Wasserschutzzone so manchen Plan zunichte mache. Mit ihrem Antrag wolle die Frauen-Union jedenfalls auf die missliche Situation für Radfahrer aus Ardey hinweisen. Aber sie fordert auch ganz konkret den Bürgermeister auf, „die Möglichkeit, den Radweg weiterzuführen, damit Ardey auch eine verkehrssichere Fahrrad-Anbindung zur Innenstadt bekommt oder die Verbindung über den neuen Radschnellweg Unna/Werl genutzt werden kann“.

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Der Bürgerantrag der Frauen-Union ist auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Hauptausschusses gesetzt worden. Die Sitzung findet am Mittwoch, 5. Dezember, um 16 Uhr im Sitzungssaal des Stiftsgebäudes statt.
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