Frank Schröer: Man kann nur gut „bürgermeistern“, wenn man in der Stadt lebt, die man liebt

dzBürgermeisterkandidat der Grünen

Der gebürtige Kölner Frank Schröer hat sich erst in eine Frau aus Fröndenberg, dann in die Stadt Fröndenberg verliebt. Jetzt möchte er Bürgermeister werden – und ist offiziell vom Ortsverband der Grünen als Kandidat gewählt worden.

Fröndenberg

, 08.06.2020, 20:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach und nach klären sich die Bürgermeister-Kandidaturen in der Ruhrstadt. Lange machten die Grünen ein Geheimnis aus ihrem Kandidaten. Den Namen, so hieß es, gebe es erst nach der offiziellen Wahl durch die Mitglieder des Ortsverbands. Am Montagabend in der Kulturschmiede war es dann soweit: Die Fröndenberger Grünen stimmten für Frank Schröer – mit 16 von 17 Stimmen und einer Enthaltung.

Der Fröndenberger, Jahrgang 58, ist den meisten Bürgerinnen und Bürgern wohl eher als Vorsitzender des Vereins Kultur für Uns als aus der Politik bekannt. Aber das soll sich nun ändern: „Da muss man erst über 60 werden, bis man mal etwas Verrücktes im Leben macht“, sagt Schröer, der erst spät aber aus Überzeugung zu den Grünen kam.

Jetzt lesen

Nun möchte er Fröndenberg als Stadt gestalten, die eine lebenswerte Zukunft bietet. Vor allem für Familien. Nicht ganz unschuldig daran: die eigenen Kinder. Sie leben zwar nicht mehr in Fröndenberg – aber mit eigener Familie würden sie irgendwann gerne in die Stadt an der Ruhr zurückkehren.

In Köln geboren

Frank Schröer wurde 1958 an Heiligabend mitten in Köln im Severinsklösterchen als Kind eines Küsterehepaars geboren. In Köln verbrachte er seine Jugend, feierte Karneval und trat später sein Studium der Mathematik und Physik an. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung zum Wirtschaftsmathematiker.

Nach Fröndenberg kam Frank Schröer der Liebe wegen, bevor er sich, wie er sagt, in die Stadt verliebte. 1983 traf er seine heutige Frau Monika in Köln, die dort damals Architektur studierte. Während die Heirat schon in der Stiftskirche stattfand, wurde die erste Tochter noch in Köln geboren. Die zweite Tochter kam dann in Fröndenberg zur Welt – wo Frank Schröer inzwischen „in einem traumhaften Haus mit Blick ins Ruhrtal“ lebt.

Jetzt lesen

Während seiner beruflichen Laufbahn hat der Bürgermeisterkandidat der Grünen unter anderem als IT-Leiter für international agierende Unternehmen gearbeitet, ist in der ganzen Welt herumgekommen. In Fröndenberg widmet er sein Herzblut seit 1994 dem Verein Kultur für Uns.

In der Ruhrstadt gebe es bei der Klimapolitik noch Verbesserungsbedarf. Am Herzen liegen dem Fröndenberger auch die Bereiche Kinder, Jugend und Senioren – sowie das bunte Zusammenleben aller Menschen miteinander.

Nicht verwaltungs- aber welterfahren

Nun ist der Bürgermeisterkandidat der Grünen weder verwaltungserfahren noch hat er jemals ein politisches Amt bekleidet. Aber er sei welterfahren, viel herumgekommen, sagt Schröer. „Wenn alles gut geht, habe ich mit Heinz-Günter Freck ja auch einen starken Kämmerer und Beigeordneten an meiner Seite“, vertraut er auf die bestehende erfahrene Mannschaft im Rathaus, die er führen möchte.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Corona-Schutzverordnung NRW
Kein Alkohol, keine Party: Bauernmarkt in Fröndenberg hat als Spezialmarkt Chancen
Hellweger Anzeiger Ferienwohnung auf dem Land
Handwerker statt Corona-Urlauber: Holtheuers Stammgäste kommen zum Arbeiten nach Fröndenberg
Hellweger Anzeiger Corona-Pandemie
Gebeutelte Branche: Im April nur 85 Gäste in Fröndenberger Hotels und Pensionen
Meistgelesen