Fototapete als Sichtschutz: Denkmal Haus Schoppe in seinen besten Zeiten

dzSPD beantragt Verhüllung

Einen neuen Vorstoß gibt es zu Haus Schoppe: Nicht die Sanierung des Baudenkmals in Langschede ist diesmal Thema. Die SPD möchte das marode Gebäude quasi hinter einem Sichtschutz verbergen.

Langschede

, 08.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Schon lange ist vielen Langschedern die Situation an ihrem alten Marktplatz ein Dorn im Auge: Nicht nur der Bau des alten Gasthofes Eggers, zuletzt „Die Brücke“, verkommt zusehends, auch das Haus Schoppe verfällt immer mehr. Einen neuen Vorstoß wagt nun die SPD. Lange Zeit sei angenommen worden, dass ein Grünstreifen im Frontbereich von Haus Schoppe zum Hauseigentum gehöre. Es sei aber städtischer Grund und Boden, so Fraktionsvorsitzende Sabina Müller im Gespräch mit der Redaktion. „Wenn man über die Ruhrbrücke kommt, ist das kein schöner Anblick“, sagt Müller.

Stadt ist Eigentümerin und hat daher eine Handhabe

Die Stadt Fröndenberg habe daher eine Handhabe, um den derzeit wild bewachsenen Bereich zu gestalten. In diese Richtung ziele ein Antrag, den der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Lütkefent noch in der letzten Ratssitzung im Dezember für seine Fraktion eingebracht hatte. Die SPD regt an, den städtischen Grünstreifen zu nutzen, um eine Art Sichtschutz vor Haus Schoppe zu errichten. Beispielhaft seien bedruckte Planen, die oft an Baustellen zu sehen sind und die einstige oder künftige Gebäudefassade als Foto oder Grafik zeigen, wie Architekt Lütkefent ausführte. „Haus Schoppe in seinen besten Zeiten“, so Sabina Müller, könne man sich als Abbildung auf einer solchen haushohen Plane vorstellen.

Fototapete als Sichtschutz: Denkmal Haus Schoppe in seinen besten Zeiten

Ein Bild aus besseren Zeiten: Haus Schoppe auf einer Ansichtskarte von 1931. © privat

Denkbar sei daneben, Firmen zum Beispiel aus dem Gewerbegebiet Dellwig einen geeigneten Platz für Eigenwerbung zur Verfügung zu stellen. Dies sei dann eine Aufgabe der städtischen Wirtschaftsförderung. Müller: „In Frömern ist so etwas in Eigeninitiative schon entstanden.“ In jedem Fall solle künftig eine „permanente Pflege“ des städtischen Grundbesitzes für einen „ordentlicher Gesamteindruck“ gewährleistet werden, heißt es weiter in dem Antrag. Auch Bäume als Sichtschutz seien sicherlich denkbar.

Kommende Pflanz- und Rodungsperiode noch nutzen

FWG-Fraktionsvorsitzender Matthias Büscher hatte im Rat bereits signalisiert, dass er den Antrag grundsätzlich befürworte. Es stelle sich aber die Frage, ob eine Beschränkung auf den Frontbereich des Hauses Schoppe ausreichend sei. Auf Nachfrage von Monika Kostorz (SPD) sagte Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe zu, dass nach der Prüfung durch die Verwaltung der Antrag im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt beraten werden solle. Auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung, die am 15. Januar anberaumt ist, steht der Punkt „Haus Schoppe“ noch nicht. Sabina Müller hofft, dass je nach Entscheidung für die eine oder andere Maßnahme noch die nächsten Pflanz- beziehungsweise Rodungsperiode genutzt werden könne.

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