Foodsharing rettet 46.080 Liter Erbsenmilch: Fröndenberg und Menden beteiligen sich

dzLebensmittelrettung

Wie viel genießbare Lebensmittel täglich weggeschmissen oder vernichtet werden, ist kaum vorstellbar. Sogenannte Lebensmittelretter versuchen das zu verhindern. Fröndenberger haben sich jetzt an einer Großaktion beteiligt.

Fröndenberg

, 08.03.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Insgesamt 64 Paletten zu je 720 Liter, also eine beachtliche Gesamtmenge von 46.080 Liter Erbsenmilch, sollten, wie es bei überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum üblich ist, vernichtet werden. Doch diesmal wurden sogenannt Lebensmittelretter aktiv - und davon profitieren jetzt auch die Foodsharing-Bezirke Fröndenberg und Menden.

Drei Paletten eines Bestands im Emsland konnte die Fröndenberger Foodsharing-Botschafterin Heike Portmann für die hiesigen Bezirke sichern. Ihr Lebensgefährte Daniel Wernicke fuhr mit Kleintransporter und Anhänger die rund 130 Kilometer nach Beesten, um die Milch dort abzuholen.

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Für die Lebensmittelretter aus Fröndenberg und Menden ist das die bisher größte Aktion. Viele weitere Helfer des Foodsharing-Netzwerkes aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen beteiligten sich ebenfalls daran.

Bezirk Unna hilft bei der Fairteilung

Die Hälfte der 2160 Liter ging direkt nach Unna, wo sich viele engagierte Foodsaver an der „Fairteilung“ beteiligen. So bezeichnen die Lebensmittelretter die faire Abgabe von Lebensmitteln - nicht nur an Bedürftige, sondern an jeden, der Interesse hat.

Die große Menge Erbsenmilch sprengte in der Ruhrstadt die Kapazitäten der Fairteiler-Box Yetta an der Ardeyer Straße 103, sodass mehrere Verteilaktionen direkt aus der Garage gestartet wurden. Für alle, die vorbeikamen, gab‘s eine Waffel aus geretteten Lebensmitteln obendrauf. So zeigte die Fröndenberger Gruppe auch, dass sich Erbsenmilch zum Backen eignet.

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Ein Großteil der ursprünglich 60 Kartons á 6 Liter je Sorte ist inzwischen verteilt oder für soziale Einrichtungen reserviert worden.

Wer bei den großen Ausgabe-Aktion am Wochenende leer ausgegangen ist, findet in den kommenden Tagen einzelne Packungen in der Yetta. Eine kleine Menge behalten die Lebensmittelretter extra dafür zurück und füllen einmal täglich nach.

Facebookgruppe für Lebensmittelrettung

Informationen über gerettete oder zu rettende Lebensmittel werden außerdem über die Facebookgruppe „Foodsharing Bezirk Fröndenberg / Menden“ unter

www.facebook.com/groups/551219678393178/

ausgetauscht. Jeder, der sich an der Rettung von Lebensmitteln vor der Vernichtung beteiligen möchte, ist dort willkommen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man selbst bei foodsharing.de aktiv ist.

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