Folkrock entführt in der Fröndenberger Kulturschmiede die tiefsten Tiefen Irlands

dzBand „Tone Fish“

Ein Wunsch vieler Fans in Fröndenberg ging erfüllt: Kultur für Uns holte die Folkrocker von „Tone Fish“ erneut in die Stadt. In der Kulturschmiede wurde Mark Knopfler auf den Arm genommen.

von Peter Benedickt

Fröndenberg

, 25.11.2018, 15:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor einem Jahr hatte das Quartett aus Hameln in der Stiftskirche das Publikum so für sich eingenommen, dass Frank Schröer, „Kultur für Uns“, gebeten wurde, über ein erneutes Engagement in der Kulturschmiede nachzudenken.

Am Samstag gab es dann in den ehrwürdigen Backsteinmauern irische Klänge. Dabei ist der „Rat City Folk“ erfrischend rockig, keltisch oder einfach „noch mal ein bisschen anders als die gewohnten Klänge von der Insel“.

Zwei unverwechselbare Stimmen lassen die Besucher aufhorchen. Da wäre Michaela Jeretzky mit einem Sopran, der nach jedem Lied noch im Ohr mitschwingt. Dann Bandgründer Stefan Gliwitzki, dem Jeder glatt bescheinigen würde, ein echter Ire zu sein. Dabei stammt auch er aus der Rattenfängerstadt. Zudem zeigte der „Frontmann“ neben der Beherrschung von Gitarre, Bouzouki und Mandoloncello weiteres Talent. Seine Überleitungen hatten solch ein Potenzial, dass er damit sicherlich als Solist (fast) die Kulturschmiede füllen könnte.

Smalltalk in der Pause – die Nähe zum Publikum begeisterte die Fans

Ob es der Situation geschuldet war („Liebe Gäste, wenn sie unseren Bassisten suchen, wir suchen ihn auch“ – da war Enrico nur mal kurz hinterm Vorhang, weil die Batterien seines Senders den Geist aufgaben) oder die Ankündigung ihrer Songs betraf. Da wurde aus einem kleinen Tannenbaum („The tiny tree“) eine Geschichte mit Hintergrund und großer Fantasie.

Im Programm „Irish Night“ kamen nicht nur eigene Songs vor, Welthits wie „Sailing to Philadelphia“ („Wir haben Mark Knopfler gefragt, ob wir dies mal besser machen dürfen“) verzauberten rund 100 Gäste.

Immer wieder kam „Farbe“ ins musikalische Spiel, denn die Band hat mehrere CDs aufgenommen, die zur Unterscheidung nach ihrer Kolorierung benannt sind. „Dieses Lied war auf der weißen oder war es die grüne?“, fragte sich Stefan Gliwitzki ein ums andere Mal. Da bekam er gleich Hilfe aus dem Publikum, das begeistert den Ball aufnahm: „Oder doch das blaue?“ Auch die Nähe zu den Besuchern begeisterte: In der Pause betrieb etwa Bassist Enrico mit Cola in der Hand Smalltalk mit dem Publikum und verriet den zivilen Beruf von Michaela: „Buchhändlerin“.

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