Flüchtlinge in Fröndenberg: Ehemaliges Bürgerhaus in Strickherdicke ist wieder bewohnt

dzUnterkunft Alte Kreisstraße

Die Flüchtlingssituation hat sich in Fröndenberg weiter entspannt. Aus diesem Grund wurde trotzdem eine alte Unterkunft reaktiviert.

Fröndenberg

, 04.12.2019, 12:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Flüchtlingsunterkunft an der alten Kreisstraße in Fröndenberg ist wieder besetzt worden. Zurzeit leben dort 13 Geflüchtete wie Jan Mitja Wulf, bei der Stadt Fröndenberg für Flüchtlingsbetreuung zuständig, im Sozialausschuss bekannt gab. Untergebracht ist im ehemaligen Bürgerhaus in Strickherdicke eine Großfamilie, anerkannte Flüchtlinge, die der Stadt zugewiesen wurden.

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Die Zahl der Geflüchteten im Leistungsbezug liegt derzeit bei 120 Personen. 45 sind minderjährig, 75 über 18 Jahre alt. Dass mit dem ehemaligen Bürgerhaus nun eine der alten Unterkünfte wieder geöffnet wurde, bedeute keinesfalls, dass die Zahl der Geflüchteten gestiegen ist. Mit 120 Personen im Leistungsbezug der Stadt ist sie zum September – damals waren es noch 123 – sogar gesunken.

Zu den Flüchtlingen im Leistungsbezug kommen Anerkannte hinzu

Doch zu diesen Flüchtlingen kommen auch Anerkannte hinzu, die der Stadt nach und nach zugewiesen werden. Hier im Optimalfall auch eine Wohnung finden sollten. Diese Zuweisung geschehe oft plötzlich. Diesmal war es eine Großfamilie, die nicht getrennt werden sollte. In den anderen Unterkünften hätte es räumlich einfach nicht gepasst – und eine Wohnung für die Menschen war auch noch nicht in Sicht, erklärt die Stadt.

Das ehemalige Bürgerhaus wurde im Herbst 2015 zur Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert, als so viele Menschen in Not nach Fröndenberg kamen, dass die Stadt an ihre Kapazitätsgrenzen stieß.

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In dieser Zeit haben Bürgerinnen und Bürger mit angepackt. Der Patenschaftskreis für Flüchtlinge ist entstanden. Heute sind die Aufgaben andere. Die Geflüchteten, die bleiben dürfen, müssen integriert werden. Der Patenschaftskreis bleibt auch bei diesen Aufgaben am Ball. So etwa Karin Eckei, die jetzt im Sozialausschuss bemängelte, dass es beim städtischen Sprachkurs auf dem Mühlenberg keine Kinderbetreuung gibt, seit sich der Patenschaftskreis aus dem Angebot zurück gezogen habe. Ein Hindernis für Frauen.

Arbeitende Flüchtlinge finden in Unterkunft keine Ruhe

Ein weiteres Problem für Flüchtlinge, die bereits in Ausbildung oder in Arbeit sind, sei die räumliche Nähe zu anderen Geflüchteten. Sie würden dort nachts keine Ruhe finden, plädierte Karin Eckei weiter dafür, dass die Stadt nach Möglichkeiten sucht, diese Menschen, auch wenn sie noch nicht anerkannt sind, anders unterzubringen. Der Patenschaftskreis werde im Januar einen Antrag zu diesem Thema stellen.

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