Brandschutzbedarfsplan Fröndenberg: „Wir werden auf eine zügige Umsetzung achten“

dzFloriantag in Fröndenberg

Jahresberichte, der Brandschutzbedarfsplan, Auszeichnungen, Beförderungen und Verabschiedungen prägten den Floriantag der Fröndenberger Feuerwehr in der Aula der Gesamtschule.

von Peter Benedickt

Fröndenberg

, 26.01.2020, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

In seiner Begrüßung bedauerte Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe, dass es in seiner Funktion der letzte Floriantag ist, an dem er teilnimmt, da er nicht mehr kandidiere. Zudem sagte er im Namen der Bürgerinnen und Bürger Danke für die zahllosen geleistetem Stunden.

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Ein langer und intensiver Prozess sei abgeschlossen, führte er aus, meist konfliktreich, letztendlich wichtig und erfolgreich. Damit sprach er die Arbeit am Brandschutzbedarfsplan an, der am 6. November 2019 vom Rat verabschiedet wurde: „Am Ende entstand ein solides und zukunftsweisendes Konzept. Durch die beschlossene Zusammenlegung der Löschgruppen ist die Stärkung der entstehenden Einheiten langfristig gewährleistet.“

2020 fließen drei Millionen Euro

„Die Investitionen sind immens“, so Rebbe. „2020 startet der Bau des neuen Standortes Ost, rund drei Millionen Euro werden fließen. Bis 2023 kommen acht Millionen Euro hinzu.“

Brandschutzbedarfsplan Fröndenberg: „Wir werden auf eine zügige Umsetzung achten“

16 Mal rückte die Freiwillige Feuerwehr Fröndenberg 2019 zum Justizvollzugskrankenhaus aus. © Marcel Drawe

Zusätzlich sind zur Umsetzung des Fahrzeugkonzepts in den nächsten Jahren jeweils 400.000 Euro eingestellt. Ganz wichtig ist auch die Schaffung einer Stelle für einen Gerätewart, der die Freiwilligen entlastet.

Die Wehrführung wird darauf achten, dass gehandelt wird

Wehrführer Jörg Sommer ging ebenfalls noch einmal auf den Brandschutzbedarfsplan ein, denn: „Er war jahrelang vernachlässigt worden, stammte aus 2007. Nun ist eine Fortschreibung alle fünf Jahre vom Gesetzgeber zwingend vorgeschrieben.“ Es ist also Handeln angesagt. Entscheidungen treffen, ohne zu handeln, ist wie am Bahnhof stehen und auf ein Schiff warten. Die Wehrführung werde ihr besonderes Augenmerk darauf richten. Ebenso wie auf den zügigen Start der Gerätehaus-Neubauten in Ost, West und Süd sowie der Anbauten in Frömern und Ostbüren.

Brandschutzbedarfsplan Fröndenberg: „Wir werden auf eine zügige Umsetzung achten“

Nachwuchs ist wichtig: 25 jugendliche Feuerwehrleute wurden mit der Jugendflamme und der Leistungsspanne ausgezeichnet. © Benedickt

Auch die Verjüngung des Fahrzeugparks von durchschnittlich 14,5 Jahren in Betrieb auf zehn Jahre wird nun umgesetzt. Noch etwas lag Jörg Sommer und seinen Kameraden am Herzen: „Es gibt das Versprechen, dass die alten Gerätehäuser als Anlaufstellen in den Ortsteilen erhalten bleiben.“ „Darauf sollte unbedingt geachtet werden“, ging der Appell an Bürgermeister Rebbe und Kämmerer Günter Freck, der ebenfalls an der Veranstaltung teilnahm. In vielen Gebäuden stecken nicht nur viel Herzblut, sondern auch eigene finanzielle Mittel.

Spitzenreiter Justizvollzugskrankenhaus

Danach folgten Zahlen: „Insgesamt gab es 274 Einsätze, davon rund 70 Prozent in der Zeit von 6 bis 18 Uhr.“ Hier liegt das Problem, denn die Tagesverfügbarkeit ist schwierig einzuhalten: „Wir alarmieren bei einem ‚Feuer 2‘ inzwischen sechs Löschzüge, um die vorgeschriebene Besetzung zu stellen.“ 16 Mal war das Justizkrankenhaus das Ziel, 19 Türöffnungen gab es, vier Heimrauchmelder sprangen an. Zur Kinderbrandschutzerziehung wurden alle Kitas und Schulen besucht, macht 383 Stunden.

Brandschutzbedarfsplan Fröndenberg: „Wir werden auf eine zügige Umsetzung achten“

Setzen nach 45 Jahren ihre „Karriere“ nun in der Altersabteilung fort: Erich Potthoff und Dieter Ladwig (v.r.). © Benedickt

Marius Beckmann, Leiter der Jugendfeuerwehr, hatte Statistik geführt: „9.500 Stunden wurden geleistet, geleitet von zwölf Betreuer und acht Jugendwarten. 72 Mitglieder hat der Nachwuchs.“

Dieter und Erich bereichern die Altersabteilung

Auf eigenem Wunsch beendeten zwei verdiente Kameraden ihre aktive Karriere. Dieter Ladwig und Erich Potthoff, beide 1975 eingetreten, freuen sich nun auf die Ehrenabteilung.

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Neben „retten“ - „löschen“ - „bergen“ - „schützen“ sind die Blauröcke an vielen weiteren Aktionen beteiligt. Etwa beim Osterfeuer und bei den Säuberungen der Natur. „Ein Beitrag, der jetzt mit 200 Euro für jede Gruppe aus dem Haushalt unterstützt wird“, hat Rebbe eine gute Nachricht für die Akteure.

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