Brand in Mendener Einfamilienhaus – Feuerwehrmann stürzt vom Dach

dzFeuerwehreinsatz in Schwitten

In einem Wohnhaus in Schwitten brannte es am Montagabend. Personen sollten sich noch im Gebäude befinden. Bei dem Einsatz stürzte ein Feuerwehrmann vom Dach einer Garage.

Menden

, 09.10.2018, 13:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Flammen schlugen am Montagabend aus dem Fenster eines Einfamilienhauses am Dreischer Kamp in Schwitten. Anwohner alarmierten die Feuerwehr um 18.44 Uhr. Noch auf dem Weg zum Brand wurde die Feuerwehr auf dessen Ausmaße vorbereitet – in Form einer schon von weitem sichtbaren Rauchsäule. Anwohner gaben beim Eintreffen der Einsatzkräfte an, dass sich noch zwei Personen und ein Hund in dem Gebäude aufhalten sollen.

Suche und Löschangriff

Durch mehrere Zugänge setzte die Feuerwehr Menden daher fünf Atemschutztrupps zur Personensuche ein – zeitgleich wurde ein Löschangriff eingeleitet. In dem vollständig verqualmten Gebäude konnte schließlich eine Person im Bereich des Kellers aufgefunden und ins Freie gebracht werden. Mit dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung wurde sie in ein Krankenhaus eingeliefert.

Während der Personensuche sei ein Feuerwehrmann von dem Dach einer Garage gestürzt und habe sich dabei am Arm verletzt, heißt es vonseiten der Feuerwehr. Er und sein Truppmitglied seien ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert worden – beide wurden nach ambulanter Behandlung am gleichen Abend wieder entlassen.

Die zweite Person, von der die Anwohner sprachen, konnten die Feuerwehrmänner nicht finden. Auch nachdem der Rauch abgezogen war, fanden sie keine weitere Person im Gebäude.

Der vermisste Hund war indes ins Freie geflüchtet und kam unverletzt zur weiteren Betreuung bei Nachbarn unter.

Brandnester am Dach

Noch während der Suche nach versteckten Brandnestern bildeten sich im Dachbereich erneut Flammen, sodass die Brandbekämpfung von außen und innen wieder aufgenommen werden musste. Wie die Feuerwehr im Nachhinein mitteilt, waren die Nachlöscharbeiten kompliziert, da sich das Feuer in die Zwischendecken gefressen hatte. Sie mussten mühsam, teils unter dem Einsatz von Kettensägen, geöffnet werden, um an die Glutnester zu gelangen. Gegen Mitternacht konnte ein Großteil der Kräfte die Einsatzstelle verlassen, eine Brandwache verblieb bis zum Morgen.

Insgesamt seien rund 90 Einsatzkräfte der Löschzüge Nord (Schwitten, Bösperde und Halingen) und Mitte sowie des Rettungsdienstes in Schwitten im Einsatz gewesen. Die nächtliche Brandwache übernahm die Löschgruppe Oesbern.

Brand in Mendener Einfamilienhaus – Feuerwehrmann stürzt vom Dach

Die Feuerwehr musste am Montagabend ein brennendes Haus löschen. © Feuerwehr Menden

Parallele Einsätze

Doch nicht nur das brennende Einfamilienhaus bereitete der Feuerwehr am Montagabend Arbeit.

Die hauptamtliche Wache befand sich zum Zeitpunkt der Alarmierung bereits in einem Einsatz in Lendringsen. Ersten Meldungen nach sollte hier ein Gleitschirmflieger in einer Hochspannungsleitung hängen – dieser Einsatz entpuppte sich jedoch als Fehlalarm. Während des laufenden Einsatzes in Schwitten löste zudem gegen 22.18 Uhr die Brandmeldeanlage eines Betriebes auf Platte-Heide aus. Die hauptamtliche Wache, freie Kräfte des Löschzuges Mitte und die Löschgruppen Lendringsen mussten dort eine brennende Heizungsanlage löschen. Dazu musste diese teilweise demontiert werden. Ein größerer Schaden blieb aus. Verletzt wurde niemand.

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