Fit in Deutsch: Kinder lernen Sprache am Herd und im Signal Iduna Park

dzKurs im Treffpunkt Windmühle

Neu zugewanderte Kinder lernen am besten Deutsch, indem sie es immer wieder sprechen. Vor allem auch im außerschulischen Alltag. Das Ferienintensiv-Training „FIT in Deutsch“ soll dazu beitragen.

Fröndenberg

, 25.10.2019, 15:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kaum etwas verbindet mehr als gemeinsames Kochen, Sporttreiben, Einkaufen oder ein toller Ausflug. Diese Erfahrungen konnten Kinder und Jugendliche jetzt im Rahmen eines Feriensprachkurses im Treffpunkt Windmühle machen.

Das vom Land geförderte Programm „Fit in Deutsch“ des Kommunalen Integrationszentrums (KI) hilft Kindern und Jugendlichen, ihren Wortschatz spielerisch zu erweitern und im Gespräch mit anderen Kindern anzuwenden, erklärt Max Reichert, Honorarkraft vom KI, der die Kinder in Fröndenberg mit zwei Kollegen betreut.

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Vormittags wurden die Kinder abwechselnd in drei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe ging einkaufen und kochte für die anderen Kinder. Die anderen Gruppen lernten Deutsch – aber nicht, wie man es aus der Schule kennt, sondern eben mit Spielen und in gemeinsamen Gesprächen.

40 bis 50 Teilnehmer kamen im Treffpunkt zusammen

Vormittags waren an den vergangenen fünf Tagen, in denen der Ferienkurs lief, 27 Kinder im Treffpunkt. Nachmittags wurde das Angebot für alle Kinder und Jugendlichen geöffnet. So kamen an den Nachmittagen 40 bis 50 Teilnehmer zusammen.

Fit in Deutsch: Kinder lernen Sprache am Herd und im Signal Iduna Park

Was kommt so alles auf den Teller oder in den Einkaufskorb? Dafür mussten die Kinder und Jugendlichen keine Vokabeln lernen – sondern spielen und einkaufen. © Hornung

Beliebt war nicht nur das gemeinsame Kochen, sondern auch das Sportangebot, für das Mitarbeiter des Kreissportbunds auf den Mühlenberg kamen. Am Freitag feierten die Kinder eine Abschluss- und Halloween-Party mit Backen, Kochen und Kickerturnier. Der absolute Höhepunkt der Woche dürfte aber der Ausflug zum Signal Iduna Park in Dortmund mit einer Führung durch das Stadion des Bundesligateams gewesen sein.

Aus arabischen Ländern, Kongo, Vietnam, Rumänien oder Türkei

Die Kinder und Jugendlichen, die in den vergangenen Tagen ein Stück fitter in Deutsch geworden sind, waren zwischen elf und 16 Jahren alt. Aus arabischen Ländern, dem Kongo, Vietnam, Rumänien oder der Türkei – nachmittags dann aus Fröndenberg. So unterschiedlich die Herkunft, so sehr waren die Teilnehmer auf die deutsche Sprache angewiesen, um sich mit anderen zu verständigen. Bei Spiel und Sport genauso wie beim gemeinsamen Einkauf fürs tägliche Kochen.

Anfangs seien die Kinder meist noch schüchtern, aber sie werden schon nach kurzer Zeit immer offener, sagt Maria Galisteo, die das Projekt im Kreis Unna leitet. Sie freut sich auch über die Kooperation mit der VKU, die die Teilnehmer aus verschiedenen Himmelsrichtungen abholte. „Anders wären die Kinder nicht auf den Mühlenberg gekommen“, sagt sie.

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