Filmschauplätze NRW: Entspannung pur in grüner Landschaft mit unterhaltsamem Film

dzGolfplatz als Gastgeber

Langsam kennt Projektleitern Anna Fantl von den „Filmschauplätzen“ den Weg nach Fröndenberg und speziell zum Golfplatz Gut Neuenhof. Denn hier gastiert die Kinotour bereits zum vierten Mal.

von Peter Benedickt

Fröndenberg

, 25.07.2019, 12:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die regulären Golfspieler, die die niedrigeren Temperaturen am Abend für eine entspannte Runde nutzten, schauten irritiert. Denn es herrschte ungewohnte Betriebsamkeit auf dem Gelände Gut Neuenhof. Auch die riesige Leinwand und zahllose Stühle auf dem gepflegten Rasen passten nicht ins Bild der sonst eher ruhigen Anlage.

Doch da die Sportler inmitten des Trubels auch Fröndenbergs Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe und Club-Präsident Edgar Dallmayr entdeckten, setzten sie ihren Weg fort: „Hat sicher seine Richtigkeit.“ Tatsächlich erinnerten sich langjährige Mitglieder, dass bereits 2004, 05 und 08 ein ähnlicher Aufwand betrieben wurde: „Die Filmschauplätze sind wieder in der Ruhrstadt.“

Beim Ambiente ist Fröndenberg weit vorne

„Ich habe mich gefreut, zurückzukehren“, begrüßte Anna Fantl die Gäste. „Denn beim Ambiente ist Fröndenberg immer ganz weit vorn.“ Auch der Bürgermeister war bester Laune: „Wenn ich mich umschaue, muss ich sagen, dass die Entscheidung, meinen Urlaub zu unterbrechen, eine gute Entscheidung war.“

Filmschauplätze NRW: Entspannung pur in grüner Landschaft mit unterhaltsamem Film

Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe, „Filmschauplätze“-Projektleiterin Anna Fantl, Hubert Sallamon vom Stadtmarketing und Golf-Club Präsident Edgar Dallmayr (v.l.) begrüßten circa 400 Gäste. © Peter Benedickt

Weil das Wetter mitspielte, machten es sich die Menschen richtig gemütlich. Viele hatten Klappstühle oder Liegestühle mitgebracht, andere suchten die bequemste Lage auf den ausgebreiteten Decken. Alle mit bestem Blick auf die Leinwand. Picknickkörbe wurden ausgepackt, der Cateringservice aus dem „Il Campo“ sorgte für zusätzliche Erfrischungen und hatte Antworten gegen den kleinen Hunger.

Reinschnuppern in den Golfsport

Doch bevor sich die beiden Protagonisten in dem Streifen „25 km/h“ mit alten Mopeds auf dem Weg durch Deutschland an die Nordsee machten, sorgte ein interessantes Rahmenprogramm für Kurzweil. Hier bot sich die Gelegenheit für die ersten Schritte mit einem „6er oder 8er-Eisen“, dass Gefühl beim „Putt“ oder „Pull“ zu erleben. Nadine Wüllner aus Menden, mit der Anleitung von Stefan Gall, hatte sichtlich Spaß: „Ich habe schon eine kleine Runde vorn beim Clubhaus gespielt. Doch hier beim Abschlag mit dieser tollen Landschaft drumherum, das ist einmalig.“

Filmschauplätze NRW: Entspannung pur in grüner Landschaft mit unterhaltsamem Film

Nadine Wüllner (im Hintergrund) übt schon fleißig, während Experte Stefan Gall einem jungen Gast die ersten Schritte zeigt. © Peter Benedickt

Passend zur Filmgeschichte wurden Mopedfahrer im Vorfeld aufgefordert, stilecht mit ihren Schätzchen zu erscheinen. Peter Röhr und Sascha Hesse aus Wickede nahmen dieses „stilecht“ dann mal ganz ernst. Sie waren in Beerdigungskleidung erschienen, weil sich die Darsteller Lars Eidinger und Bjarne Mädel nach Jahren eben wieder auf einer Beerdigung trafen. Da sich die „Helden“ auch noch prügelten, hatte Röhr sich sogar ein blaues Auge geschminkt: „Ihr wolltet stilecht, hier habt ihr stilecht.“

Die NSU Quickly überzeugt die Jury

Sein Gefährt, eine NSU Quickly, Baujahr 1955, 1,3 PS, Sattel mit Lammfellbezug, Fuchsschwanz am Lenker, überzeugte am Ende die Jury und der Hauptpreis, ein Kurs bis zur Platzreife, ging an ihn.

Filmschauplätze NRW: Entspannung pur in grüner Landschaft mit unterhaltsamem Film

Anna Fantl, Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe, der mit seiner „Ente“ den Weg auf den Golfplatz gefunden hatte, gratulierten den Gewinnern des Moped-Wettberwerbs Peter Röhr, Sascha Hesse und Nils Kilka (v.l.). © Peter Benedickt

Doch auch Sascha Hesse, „Puch MS 25“ aus Familienbesitz, Baujahr 1974, 0,8 PS“, und Nils Kilka, Frömern, mit seiner Schwalbe in Originalfarbe („die war nicht lauffähig, die habe ich erst wieder aufgepäppelt“) und mit 3,6 PS sowie einem spritzwassererprobten Bärchen als Maskottchen auf dem Gepäckträger gingen nicht leer aus: Sie bekamen Golf-Schnupperstunden mit professioneller Anleitung.

Golf-Präsident Edgar Dallmayr, er erlebte erstmals diesen Event, zeigte sich begeistert: „Rund 400 Leute haben den Weg hierhin gefunden. So eine Veranstaltung ist doch für beide Seiten eine Win-Win-Situation.“

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