Über dem Eis auf der Flutmulde im Himmelmannpark liegt eine dichte Schneedecke. Das macht die Gefahr, die darunter lauert, noch unberechenbarer. © Land
Frost in Fröndenberg

Feuerwehr mahnt, nicht aufs Eis zu gehen – egal wie lange es friert und wie kalt es ist

Minusgrade im zweistelligen Bereich: Da dauert es nicht allzu lange, bis stehende Gewässer unter einer Eisdecke verschwunden sind. Egal, wie stabil das Eis auch aussieht - die Flächen sind für Bürger tabu.

Die Kälte in Fröndenberg hält an. Eis und Schnee sehen idyllisch aus. Bisher ist kaum etwas passiert – und damit das auch so bleibt, warnt Feuerwehchef Jörg Sommer vor dem Betreten von Eisflächen.

Ob Flutmulde im Himmelmannpark oder Hexenteich in Menden: Schlittern oder gar Schlittschuhlaufen wäre ohnehin nicht möglich, weil Schnee auf den vereisten Gewässern liegt. Das macht es aber auch umso schwerer, zu erkennen, wie dicht die Eisdecke darunter ist.

Trotz tagelang anhaltender Minusgrade ist in Bergkamen jetzt ein Kind auf einem Teich eingebrochen. Für solche Fälle ist auch die Freiwillige Feuerwehr in Fröndenberg vorbereitet. Zuletzt hatten einige Feuerewehrleute 2018 den Ernstfall unter realistischen Bedingungen geprobt – direkt an der Flutmulde mit Schlauchboot, Leiter, Rettungsring und zwei Kammeraden in Tauchanzügen.

Auf Eisrettungen ist die Freiwillige Feuerwehr Fröndenberg vorbereitet. Genauso wie für Brandeinsätze wird auch für solche Ernstfälle geprobt.
Auf Eisrettungen ist die Freiwillige Feuerwehr Fröndenberg vorbereitet. Genauso wie für Brandeinsätze wird auch für solche Ernstfälle geprobt. © Hornung © Hornung

Wer eingebrochen ist, sollte auf jeden Fall Ruhe bewahren und sich so wenig wie möglich bewegen. Denn das kalte Wasser raubt dem Körper viel Energie. Es ist besser, um Hilfe zu rufen, als verzweifelt zu versuchen, sich aus eigener Kraft zu befreien.

Ist das Eis so dünn, dass es einen Menschen kaum trägt, sollte beim Helfen die eigene Sicherheit vorgehen. Sie sollten die 112 wählen. Es kann auch schon genügen, dem Verunglückten etwas zu reichen, woran er sich herausziehen kann. Wer sich selbst aufs Eis begibt, sollte auf eine möglichst große Auflagefläche achten, sich etwa liegend auf dem Bauch herantasten.

Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg
Jahrgang 1988, aufgewachsen in Dortmund-Sölde an der Grenze zum Kreis Unna. Hat schon in der Grundschule am liebsten geschrieben, später in Heidelberg und Bochum studiert. Ist gerne beim Sport und in der Natur.
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Dagmar Hornung
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