Maximilian Hüttenbrauck, stellvertretender Einheitsführer in Frömern, testet die neue Funk-Kennung mit der Zentrale in Unna. © Lisa Dröttboom
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Feuerwehr Fröndenberg muss mehr als 100 Funkgeräte wegen Bedarfsplan umbauen

Der Brandschutzbedarfsplan sieht eine Neustrukturierung der Feuerwehr vor. In dem Zuge wurden die alten Sim-Karten in den Funkgeräten unbrauchbar und mussten aufwendig ersetzt werden.

Die Fröndenberger Feuerwehr hat die vergangenen Tage schwer geschuftet. Der Brandschutzbedarfsplan sieht vor, dass mitunter die Feuerwehr in vier Löschzüge neu organisiert wird. „Nord, Ost, Süd und West“, zählt Feuerwehrleiter Heinz-Jörg Sommer auf.

Genau diese Neuorganisierung bringt allerdings nicht nur bauliche, sondern auch technische Änderungen mit sich. Denn mit den neuen Löschzügen konnten die alten Funkrufnummern nicht mehr genutzt werden. Die erlauben der Zentrale in Unna bei einem Funk zu erkennen, welches Fahrzeug aus Fröndenberg sie gerade anfunkt. „Ähnlich wie bei einem Handy, wo ich die Rufnummer sehen kann, wenn ich angerufen werde“, erklärt Sommer.

Großer Aufwand bei den Funkgeräten

Da Feuerwachen zusammengelegt werden, gäbe es Chaos, würde man die alten Funkrufnummern weiterhin nutzen. Also mussten neue her. Diese Kennnummern befinden sich allerdings nicht nur auf 16 Jacken, die während Einsätzen getragen werden, sondern auch an den Frontscheiben der Fahrzeuge.

Die neue Nummer, die nun auf dem Display steht, wird mit der Zentrale in Unna abgeglichen.
Die neue Nummer, die nun auf dem Display steht, wird mit der Zentrale in Unna abgeglichen. © Lisa Dröttboom © Lisa Dröttboom

Die wurden bereits ersetzt. Zuletzt stand allerdings noch die größte Arbeit an: Auch die Sim-Karten in den Funkgeräten mussten ersetzt werden. 145 Karten in allen Fahrzeugen. Ganz einfach war das nicht, denn die Funkgeräte mussten dafür auch immer erst ausgebaut werden, um die Sim-Karte zu tauschen.

Andreas Bartsch, stellvertretender Feuerwehrleiter, und Maximilian Hüttenbrauck, stellvertretender Einheitsführer von Frömern, hatten darum gut zu tun. Im November starteten sie mit den Planungen, nun wurden die Ersetzungen in zwei Tagen durchgezogen. „Das war ein enormer Aufwand“, fasst es Sommer zusammen.

Technischer Umbau damit abgeschlossen

Denn es reicht nicht das bloße Austauschen, auch die Zentrale in Unna muss jedes Mal prüfen, ob nach dem Einbau der neuen Sim-Karte auch die richtige Kennung für das Fahrzeug eingeht. Beim Test am Dienstagmittag mit einem Fahrzeug in Langschede funktioniert zumindest alles. „Damit haben wir alle technischen Änderungen abgeschlossen“, sagt Sommer.

Baulich steht allerdings noch einiges an. In eine modernere Feuerwehr muss die Stadt Fröndenberg in den nächsten Jahren Millionen investieren. Aus ursprünglich zwölf Gerätehäusern sollen fünf werden: Erhalten bleiben die in Frömern und Ostbüren, in der Stadtmitte, in Stentrop und am Schürenfeld soll hingegen neu gebaut werden.

Dafür müssen im Gegenzug die alten Standorte in Altendorf, Dellwig, Langschede, Ardey, Strickherdicke sowie auf der Hohenheide und in Bausenhagen, Warmen und Bentrop aufgegeben werden.

Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg / Holzwickede
Jahrgang 1995, aufgewachsen am Rande Mendens mit mehr Feldern als Häusern drumherum. Zum Studieren nach Köln gezogen, 2016 aber aus Sehnsucht ins Sauerland zurückgekehrt. Hat in der Grundschule ihre Liebe ans Schreiben verloren und ist stets auf der Suche nach spannenden Geschichten.
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Lisa Dröttboom
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