Familienhilfe in Fröndenberg gehen die Ehrenamtlichen aus

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Familien mit kleinen Kindern benötigen aus unterschiedlichsten Gründen Unterstützung. Seit sechs Jahren hilft dabei das Schwerter Netzwerk für Jugend und Familie in Fröndenberg. Jetzt gehen die Ehrenamtlichen aus.

Fröndenberg

, 03.08.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Frühe Hilfen für Familien leistet seit 2013 das Schwerter Netz für Jugend und Familie auch in Fröndenberg. Die vielfältigen Unterstützungsangebote werden gut angenommen. Doch jetzt gehen dem gemeinnützigen Träger in der Ruhrstadt die ehrenamtlichen Mitarbeiter aus.

Das Projekt „Wellcome“ bietet praktische Hilfen für Familien nach der Geburt. In Kooperation mit dem Kreisjugendamt bildet das Schwerter Netz ehrenamtliche Mitarbeiter aus, die Familien aufsuchen und sich dort nützlich machen.

„Das ist ein niederschwelliges Angebot“, erläutert Maria Luckow, „das kann der Gang zum Kinderarzt sein, mit einem Baby spazieren oder mit Kleinkindern spielen.“

Familienhilfe in Fröndenberg gehen die Ehrenamtlichen aus

Maria Luckow (l.) und Birgit Tillmann gehören zum Schwerter Netz für Jugend und Familie, das Träger des Projektes "Wellcome" ist. In Fröndenberg werden seit sechs Jahren Frühe Hilfen für Familien mit Kindern angeboten. © Archiv

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Gemeinsam mit Birgit Tillmann leitet Maria Luckow die Niederlassung in Schwerte des bundesweit agierenden Hilfenetzes. Wellcome geht von dem Ansatz aus, dass die Zeit nach der Geburt in Familien oft sehr stressig verlaufen kann: Da ist das schreiende Baby, ein sich vernachlässigt fühlendes Geschwisterkind oder der zu Ende gehende Urlaub eines Elternteils. „Mama, chill mal wieder“, heißt das Motto.

»Adressaten sind alle von der gutbürgerlichen Familie bis zur Flüchtlingsfamilie.«
Maria Luckow

Damit Mütter oder Väter in chaotischen Situationen nicht auf sich allein gestellt sind, bietet das Projekt die einfachen Hilfestellungen an.

Ganz wichtig ist Maria Luckow, dass es sich bei Wellcome nicht etwa um ein Angebot für bedürftige, bildungsferne oder sogar Familien aus prekären Verhältnissen handelt.

„Adressaten sind alle von der gutbürgerlichen Familie bis zur Flüchtlingsfamilie“, so Maria Luckow. Jede Familie, die sich eine Entlastung bei alltäglichen Dingen wünsche, könne die Hilfen in Anspruch nehmen.

Es gehe auch nicht um Krisenintervention oder Notfallhilfen, auch wenn sicherlich beraten werden könne, wenn ein solcher Bedarf deutlich wird.

Frühe Hilfen sind ein kostenfreies Angebot

Wie gut das Angebot in Fröndenberg angenommen wird, beweist die Warteliste von Familien, die es mittlerweile gibt. Die Ehrenamtlichen, die vom Schwerter Netz für ihre Aufgabe geschult werden, reichen nämlich nicht mehr aus.

„Man sollte großes Interesse an kleinen Kindern haben und mindestens einmal in der Woche für zwei bis drei Stunden Zeit haben“, erläutert Maria Luckow den Aufwand, den Ehrenamtliche haben.

Das Angebot ist für Familien übrigens kostenfrei. In der Vergangenheit sei aber freiwillig oft für den gemeinnützigen Zweck gespendet worden.

Kontakt

Weitere Auskünfte beim Projektträger

  • Das Schwerter Netz für Jugend und Familie ist Träger des Projektes.
  • Die Koordinatorin Maria Luckow steht als Ansprechpartnerin sowohl den Ehrenamtlichen als auch den Familien zur Verfügung.
  • Wer Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit hat, erhält beim Projektträger weitere Informationen: Tel. (0 23 03) 9 52 00-17 oder per E-Mail an schwerte@wellcome-online.de
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