Europaweit einzigartiges Konzept bringt Kindern spielerisch Element Wasser näher

dzMendens interaktiver Spielplatz

Mit der Schaukel schaukeln, mit der Wippe wippen, im Sandkasten mit Förmchen Figuren bauen – das war gestern. Heute wird der Spielplatz zunehmend zum digitalen Erkundungs- und Lernort.

von Peter Benedickt

Menden

, 05.08.2020, 09:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Körperliche Bewegung kombiniert mit modernen Elementen, mit der App hantieren und trotzdem an der frischen Luft – perfekt“, freute sich Mendens Bürgermeister Martin Wächter bei der Eröffnung des interaktiven Erlebnis-Spielplatz in Menden.

Auch der Erste Beigeordnete Sebastian Arlt fand lobende Worte für das europaweit einzigartige Konzept: „Dies ist die Krönung der Umgestaltung des Hönneufers.“ Er sei begeistert, wie viel Leben inzwischen auf den Wegen ist: „Wir haben wohl Schneewittchen aus dem Schlaf geweckt.“

Reales Spielen mit digitalem Lernen

Auf den ersten Blick scheint sich die Fläche mit ihren Klettergerüsten nicht von üblichen Spielplätzen zu unterscheiden. Dann fällt auf: Einige junge Gäste hantieren mit Handy oder Tablet. Und auch die begleitenden Erwachsenen wenden den Blick von den Displays nicht ab. Was gibt es denn zu sehen?

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Schon vor der offiziellen Eröffnungen wurde der Spielplatz von den Kindern „erobert“.

Schon vor der offiziellen Eröffnungen wurde der Spielplatz von den Kindern „erobert“. © Peter Benedickt

Mit der neuen Einrichtung verbinden sich reales Spielen mit virtuellen Erlebnissen und digitalem Lernen zum Thema Wasser. Maria Geers, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Stadtwerke, die das Angebot entwickelten, erklärt: „Das Konzept beruht auf Augmented Reality.“

Willi, der Wassertropfen

Um diese „Erweiterte Realität“ (AR) zu nutzen, wird eine kostenlose App installiert. Nach dem Start erscheint eine interaktive Spielfläche mit anklickbaren Symbolen. Um die jungen Menschen zum Mitmachen zu motivieren, wurde mit „Willi, dem Wassertropfen“ eine Figur geschaffen, die die digitalen Bilder oder Texte moderiert.

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Neugierige Erwachsene: Nach einer kurzen Erklärung wurde sofort rumprobiert.

Neugierige Erwachsene: Nach einer kurzen Erklärung wurde sofort rumprobiert. © Peter Benedickt

„So werden die Kinder und deren Umfeld in die Erlebniswelt Wasser hinein begleitet“, gibt Maria Geers Einblick. „Kurze Videoclips zeigen beispielsweise Tipps zur Nachhaltigkeit der wertvollen Ressource oder deren Gewinnung.“ Die AR-Funktionen sollen die Vier- bis Zehnjährigen anregen, eigene Geschichten zu entwickeln und diese nachzuspielen.

Dabei sind die Elemente der Spiellandschaft, mit 3D-Elementen virtuell ergänzt, auf die Bedürfnisse des Nachwuchses abgestimmt. Im Mittelpunkt bleibt aber das echte Abenteuer mit viel körperlicher und geistiger Bewegung.

Regelmäßig neue Abenteuer

„Das Konzept ist so gestaltet, dass mit wenig Aufwand weitere Themen schnell übertragen werden können, so dass es demnächst regelmäßig neue Abenteuer gibt, die sich vorrangig natürlich um Wasser und Nachhaltigkeit drehen“, verspricht Geers.

Grundlage für die Entwicklung von der Idee zum Spielplatz bildet die Bachelorarbeit der Mendenerin Julia Bach, die sie 2019 mit Unterstützung der Stadtwerke verfasste.

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