Erst BMW und VW, dann Startup: Junger Fröndenberger setzt auf einen Zukunftsmarkt

dzAutonomes Fahren

Bei BMW und VW hat er auf einen Zukunftsmarkt gesetzt: Fabian Gruß, Fröndenberger Junge, kennt sich mit autonom fahrenden Autos bestens aus – hat aber erst einmal eine App entwickelt.

Fröndenberg

, 20.11.2020, 12:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fabian Gruß ist mittlerweile in Hannover gelandet. Seine Familie in Fröndenberg besucht er natürlich regelmäßig. Der 27-Jährige ist in einem Zukunftsfach unterwegs: Fahrzeuginformatik. Dafür gab‘s Einblicke bei BMW und VW.

Als Fröndenberger darf man Fabian Gruß schon bezeichnen, auch wenn er in Würzburg geboren wurde. Als er drei Jahre alt war, zogen seine Eltern zurück in die Heimat. In Fröndenberg ging er auf die Overbergschule, besuchte später ein Gymnasium in Menden.

Greifbare Visionen einer automatisierten Welt

Bevor er es Anfang 2019 mit seinem Startup-Unternehmen losgehen sollte, das eine App für digitalisierte Kassenbons entwickelte, zog es Fabian Gruß nach dem Abi erst einmal zu einem dualen Studium nach Bayern.

Jetzt lesen

An der Technischen Universität München belegte er das Fach Fahrzeuginformatik, ein Studiengang, in dem Visionen von einer automatisierten Welt ziemlich greifbar werden. Es geht um Assistenzsysteme beim Fahren.

Assistenzsysteme sollen Unfälle vermeiden helfen, einst sogar das Auto selbst steuern können. Tesla etwa ist ein bekannter Vorreiter dieser Technologie. Fabian Gruß hat parallel zum Studium bei BMW angeheuert.

Hightech soll weiter dem Menschen dienen

Nach seinem Bachelor zog es Gruß weiter nach Hannover, wo er für seine Masterarbeit den praktischen Teil bei VW absolvierte. „Ergonomie - Human Factors Engineering“ lautet der Titel des Masterstudiengangs.

Der Fröndenberger bewegte sich damit auf einem der wichtigsten technologischen Zukunftsfelder: Wie schafft man es, dass Hightech weiterhin dem Menschen dient?

Jetzt lesen

Die Funktionsvielfalt, man denke nur an das eigene Auto, wird immer größer, zugleich sollen Komfort, Sicherheit und Gesundheit der Nutzer gewährleistet sein. „Neben Informatikdesign gehört auch Psychologie als Fach dazu“, erklärt Fabian Gruß. Praktische Quintessenz ist die Ergonomie, also das Abstimmen zwischen den Leistungsmöglichkeiten des Menschen und seinen Arbeitsbedingungen.

Ergonomie auch bei Software wichtig

Ergonomisch entwickeln lassen sich nämlich nicht nur körperliche Dinge wie Stühle, Schreibgeräte oder Besteck, wie es der berühmte Designer Colani in besonderer Weise geschafft hat.

Fabian Gruß hat sich vielmehr mit Software-Ergonomie befasst: Wie intuitiv und damit für den Menschen leicht bedienbar können Computerprogramme erstellt werden?

Jetzt lesen

Denn bei dem sprunghaften technologischem Fortschritt, der zum Beispiel im fahrbaren Untersatz verbaut wird, wird künftig beachtet werden müssen, dass der Mensch nicht auf der Strecke bleibt.

Mit seinem Master-Wissen über die Software-Ergonomie war es für Fabian Gruß danach nur ein kleiner Schritt zur Entwicklung der App für digitalisierte Kassenbons. In das Projekt investiert er mit seinen Co-Gründern der Firma epap gerade jede Menge Zeit, wenn er nicht zwischendurch mal wieder seine Eltern und Großeltern auf der Hohenheide besucht.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Neuer Feuerwehr-Rüstwagen
Fröndenberger Feuerwehr rüstet auf: Fahrender Baumarkt mit 290 PS
Hellweger Anzeiger Coronavirus in Fröndenberg
Corona-Fall in der Flüchtlingsunterkunft Stentrop: Stadt verfolgt bekannte Strategie
Hellweger Anzeiger Silvesterfeuerwerk
Verzicht auf Feuerwerk: Ehepaar schlägt „Spende statt Böller für Fröndenberg“ vor
Hellweger Anzeiger Bier aus Fröndenberg
Privatbrauer Heinrich trotzt der Corona-Krise - mit Winterbier und Likör fürs Bieramisu