Richter gibt jungem Fröndenberger 30 Minuten Zeit, um Geldbuße zu begleichen

dzAmtsgericht Unna

Das Amtsgericht Unna zitierte einen 19-jährigen Fröndenberger ein zweites Mal in derselben Sache vor den Richterstuhl: Der Angeklagter erhielt 30 Minuten Zeit, um eine Geldbuße zu begleichen.

von Sylvia Mönnig

Fröndenberg, Menden

, 04.09.2019, 12:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach einer Fahrt ohne Fahrerlaubnis in Menden bekam ein junger Fröndenberger im Unnaer Amtsgericht eine Chance – und ließ die verstreichen. Nun geriet er zunächst in Erklärungsnöte und direkt danach in Zeitnot.

Das Leichtkraftrad, mit dem der 19-Jährige im Herbst 2018 die Mendener Straße befuhr, war schneller als 25 Stundenkilometer und damit führerscheinpflichtig. Und das war ihm auch durchaus bewusst.

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Er hoffte schlicht und ergreifend, nicht erwischt zu werden, hatte Pech und geriet in eine Kontrolle. Im Mai folgte die Verhandlung beim Unnaer Jugendrichter.

Der reagierte mit Blick auf das bis dahin leere Strafregister des jungen Fröndenbergers milde: Gegen Zahlung von 600 Euro Geldbuße wurde das Verfahren vorläufig eingestellt. Der 19-Jährige versprach, die Auflage zu erfüllen – und zahlte nicht einen Cent.

Nun musste das Verfahren neu aufgerollt werden und der junge Mann versuchte verzweifelt, sein Versäumnis zu begründen. Er sprach von ausgebliebenen Löhnen, alten Schulden und davon, den Überblick verloren zu haben. Aber nun, betonte er, könne er zahlen.

Der Richter nahm ihn beim Wort und gab ihm 30 Minuten Zeit, das Geld bei der Gerichtskasse einzuzahlen. Und das tat er tatsächlich. Nach diesem erfolgreichen Endspurt konnte das Verfahren doch noch eingestellt werden.

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