Eltern nehmen anderen Eltern den Parkplatz weg

dzStadt sucht Lösung

Eltern nehmen anderen Eltern den Parkplatz weg: An der Friedhofstraße scheint es ein wenig, so zu sein. Die Fröndenberger Stadtverwaltung will nun „Anreize schaffen“, um Autos woanders abzustellen.

Fröndenberg

, 03.04.2019, 16:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach vehementer Kritik an der Parksituation seitens der Eltern sowie der Kindergartenleitung hat es mittlerweile ein klärendes Gespräch zwischen den zuständigen Ämtern sowie Vertretern des Matthias-Claudius-Kindergartens gegeben. Eltern hatten darüber geklagt, dass zu wenig Parkraum in der Nähe der Kita zur Verfügung steht, um Kleinkinder vom Auto zum Kindergarten zu begleiten. Außerdem würden im Bereich des eingeschränkten Halteverbots Knöllchen verteilt, wenn man sein Auto länger als drei Minuten verlasse.

Kita-Leiterin lobt „wohlwollende Haltung“ der Verwaltung

Kita-Leiterin Dagmar Huth spricht nach dem Gespräch von einer „wohlwollenden Haltung“ seitens der Stadtverwaltung. Neben Huth hatten Vertreter des Elternbeirats sowie des Trägers der Kita, des Evangelischen Kindergartenwerks Unna, sowie Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe, Matthias Weischer vom Ordnungsamt und Christian Bornemann von der Straßenverkehrsbehörde des Kreises an dem Treffen teilgenommen.

Kontrolle des Halteverbots „nicht mit der Stoppuhr“?

Wunsch sei es, auf dem von den Bussen nicht genutzten Teil der Busbucht entweder Kurzzeitparkplätze einzurichten oder das Halteverbot so auszulegen, dass auch länger für das Ein- und Aussteigen gehalten werden darf, so Huth. Das ermögliche Eltern, aus nicht zu großer Entfernung ihre Kinder persönlich in die Einrichtung zu bringen. Während Huth aus dem Gespräch den Eindruck mitnahm, dass die Verkehrskontrolleurinnen der Stadt „nicht mit der Stoppuhr“ an den abgestellten Autos warteten, machte Ordnungsamtsleiter Christoph Börger auf Anfrage deutlich, dass man sich an die Straßenverkehrsordnung gebunden sehe.

Verwaltung fürchtet nach wie vor das Verkehrschaos durch Elterntaxis

„Wir achten schon darauf, dass die Verkehrsregeln eingehalten werden“, so Börger. Das Ordnungsamt müsse die Verkehrssicherheit gewährleisten. Das Halten sei maximal drei Minuten erlaubt. Der Verwaltung seien keine Gerichtsurteile bekannt, die das Halten länger als drei Minuten für das Ein- und Aussteigen mit Kindergartenkindern erlauben. Besetzten Fahrzeuge die Busbucht länger, sei zu Stoßzeiten ein wildes Anhalten von Elterntaxis auf der Friedhofstraße die Folge.

Pläne für sichere Schulwege könnten Sammelparkplätze vorsehen

Eben diese Elterntaxis stammten überwiegend von Eltern, deren Kinder auf die benachbarte Gemeinschaftsgrundschule gehen. Daher wolle die Stadt im Zuge ihres Konzeptes für sichere Schulwege die Elterntaxis möglichst an einem anderen Ort sammeln. Börger: „Wir wollen Anreize schaffen, dass nicht mehr direkt vor der Schule geparkt werden muss.“ In der Folge, so seine Erwartung, entspanne sich der hohe Halte- und Parkdruck in der Friedhofstraße.

Ob ein Teil des bislang wohl nur angepachteten benachbarten Grünlandes, dass Schule und Kindergarten als Garten benutzen, in einen Parkstreifen umgebaut werden könnte, konnte Börger nicht sagen. Dagmar Huth schließt aus, dass Sammelhalteplätze etwa am Löhnbad oder im Jägertal für Eltern mit Kleinkindern in Frage kommen. „Die kleinen Mäuse kommen ja den Berg gar nicht hoch“, so Huth.

Die Eltern des Matthias-Claudius-Kindergartens müssen sich für eine Lösung wohl mindestens bis zum Beginn des nächsten Schuljahres gedulden: Dann sollen die Pläne für sichere Schulwege inklusive Lösungen für Elterntaxis fertiggestellt sein. Bis dahin, das hat Dagmar Huth aus dem Gespräch auch mitgenommen, möge sie die Eltern bitten, ihre Kinder zügig in die Kita zu bringen.

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