Eine Hundewiese soll Vierbeinern in Fröndenberg Auslauf bieten

dzCDU-Antrag

Die Verwaltung soll prüfen, ob es in Fröndenberg Geld und Raum für eine Hundewiese gibt. Das beantragen die Christdemokraten.

Fröndenberg

, 29.10.2018, 11:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die CDU Fröndenberg wendet sich nun mit einem Antrag an die Stadtverwaltung, der den Hundebesitzern und ihren Vierbeinern zu Gute kommen soll. In dem von Bettina Hartwig-Labs und Gerd Greczka unterzeichneten Schreiben fordert die CDU die Stadtverwaltung auf, „die Möglichkeit einer eingezäunten Freilauf- bzw. Auslauffläche für Hunde im Stadtgebiet zu prüfen“.

1951 Hunde sind in Fröndenberg gemeldet

Aktuell seien 1951 Hunde in der Stadt gemeldet. Viele Hundebesitzer hätten die Möglichkeit, ihren Tieren über Hundeschulen einen Freilauf und offenen Kontakt zu Artgenossen zu ermöglichen; in den Ortsteilen mit ländlicher Prägung auf Feldwegen und unbebauten Flächen, heißt es in dem Antrag. Hundehalter im Stadtgebiet hingegen, könnten ihren Vierbeinern diese Möglichkeiten oft nicht bieten. Auf einem eingezäunten Areal mit Grasbewuchs, der sogenannten Hundeweise, die es bereits in sehr vielen anderen Städten gibt, könnten Hunde unangeleint laufen, miteinander spielen und toben, schlagen die Christdemokraten vor.

Freilauffläche soll Kontakt zu anderen Hunden ermöglichen

Eine Freilauffläche schaffe den Hunden einen Rahmen zum artgerechten Auslauf und Kontakt zu Artgenossen und diene somit der wichtigen Sozialisierung sowie den Haltern als Treffpunkt und Gelegenheit zum Austausch. Immer wieder komme es zu Konflikten zwischen Hundehaltern, die ihre Hunde frei laufen lassen, und Hundehaltern, deren Hunde aufgrund ihrer Größe oder ihren Charakters nicht ohne Leine laufen und auf nicht angeleinte Hunde treffen können. Bettina Hartwig-Labs ist überzeugt, dass eine Freilauffläche solche Konflikte vermeiden könnte. Denn hier würden sich nur noch Hundehalter mit den gleichen Interessen treffen. Als Beispiel nennt Labs Nachbarstädte wie Unna, in denen es solche Hundewiesen bereits seit vielen Jahren gibt. Zum Beispiel eine Freilauffläche im südlichen Bornekamp in Unna.

Wiese wäre ein nettes Entgegenkommen für Hundehalter

Die Steuereinnahmen aus der Hundesteuer würden sich jährlich auf rund 190.000 Euro belaufen, so Bettina Hartwig-Labs und Gerd Greczka. „Uns ist bewusst, dass ein Hundebesitzer dafür kein Äquivalent zu erwarten hat, da es sich um eine Art Lenkungssteuer handelt. Dennoch würden wir in einer Hundewiese ein Entgegenkommen in Richtung der Halter und eine Bereicherung für unsere Stadt sehen“, sagen sie. Selbstverständlich sollte mit der Wiese aber keine erneute Erhöhung der Hundesteuer einhergehen – wie zuletzt mit der Einführung der Kotbeutelspender geschehen, betont Bettina Hartwig-Labs.

Die Verwaltung soll Möglichkeiten aufzeigen, wie und wo eine Hundewiese realisiert werden könnte. Eventuell gebe es in Westick Möglichkeiten, so Bettina Hartwig-Labs. Die Politik sollte dann in den entsprechenden Fachausschüssen die Gelegenheit bekommen, über die Ideen zu beraten.

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