Ein Vorreiter wird 50: Die Gesamtschule Fröndenberg feiert Geburtstag

dzJubiläumsjahr

Zum 50. Geburtstag der GSF gibt‘s eine vorgezogene Projektwoche. Der Blick in die Zukunft der Schule ist Leiter Klaus de Vries allerdings wichtiger, als der in die Vergangenheit.

Fröndenberg

, 09.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Eigentlich sollen seine Schüler in die Zukunft blicken, sagt Gesamtschulleiter Klaus de Vries. Viel wichtiger, als auf die Vergangenheit der Fröndenberger Gesamtschule zu blicken, sei es, mit den Schülern gemeinsam am Unterricht für heute und morgen zu arbeiten. Das tut die GSF aktuell. Wird doch unter Berücksichtigung der Interessen von Schülern und Lehrern die komplette Gesamtschule umgebaut und umstrukturiert. Ein großes Bauvorhaben, dessen erster Schritt bereits umgesetzt ist.

Die Projektwoche wird in diesem Jahr vorgezogen

Dennoch: Ein bisschen sollte die Vergangenheit in diesem Jahr schon gefeiert werden. Der 50. Geburtstag steht vor der Tür. Wie dieser begangen werden soll? Darüber hat das Kollegium der Gesamtschule am Dienstagabend in der Lehrerkonferenz beraten. Die Schulkonferenz wird am Ende darüber entscheiden. Geplant ist, die Projektwoche vorzuziehen. Wie üblich sollen auch alle drei Grundschulen mit ins Boot geholt werden. In diesem Jahr dann schon vom 23. bis zum 27. September, „damit man auch draußen was machen kann“, so der Schulleiter. Schließlich würden auch mehr Gäste erwartet, so de Vries.

Im Verlauf der Woche bereiten die Schülerinnen und Schüler Beiträge vor, die dann am Freitag präsentiert werden. Zusätzlich wird es am Ende der Woche einen offiziellen Teil geben.

Schulpolitische Bedeutung weit über die Landesgrenzen hinaus

Den „Schulversuch“ Gesamtschule startete die GSF im Jahr 1969 als eine der ersten acht Einrichtungen im Bundesland. Damit gewann die Ruhrstadt damals kurz nach der Kommunalen Neuordnung über die Grenzen des Landes NRW hinaus schulpolitische Bedeutung.

Die besondere Bedeutung der Gesamtschule Fröndenberg für die Gesamtschulen in NRW beschreibt der Schulleiter Klaus de Vries auch in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift des GGG Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule NRW, Landesverband des Vereins Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule. So trafen sich im Jahr 1968 engagierte Verfechter der Schulform Gesamtschule in Fröndenberg und gründeten einen Arbeitskreis Gesamtschule, aus dem später der Verein wurde.

Start der Gesamtschule überstieg die Erwartungen bei Weitem

“Das Gebäude und das pädagogische Konzept erfuhren in den ersten Jahren besondere Aufmerksamkeit in pädagogischen Kreisen“, so Klaus de Vries. Auch die Anmeldungen hätten die Erwartungen bei Weitem überstiegen. Fröndenberger haben zeitweise sogar fürchten müssen, an der GSF nicht angenommen zu werden.

Heute könne die Schule alle angemeldeten Schülerinnen und Schüler aus Fröndenberg und aus benachbarten Gemeinden aufnehmen - und das bei einer Übergangsquote von 70 Prozent der Fröndenberger Grundschüler.

Nachdem eines der Jahrgangscluster bereits fertig ist, soll im März mit dem Bau des zweiten Clusters begonnen werden, in das nach den Sommerferien die neuen Fünftklässler einziehen sollen.

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