Ein Stand auf dem Fröndenberger Wochenmarkt wird teurer

dzGebührenerhöhung

Mehr als 30 Jahre blieben die Tarife für die Marktbeschicker in Fröndenberg unverändert. Nun erhöht die Stadt die Gebühren – die neuen Beträge werden für Händler erst in der Summe erheblich.

Fröndenberg

, 20.11.2018, 14:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Standgeldverordnung der Stadt stammt aus dem Jahr 1985. Geändert worden ist ihr Text seitdem lediglich einmal: zum 1. Januar 2002, als die D-Mark-Beträge in Euro ausgewiesen wurden. Erhöht wurden die Sätze damals allerdings nicht. Pro Quadratmeter Standfläche bezahlten die Markthändler seitdem 61 Cent Gebühren. Künftig sollen es 80 Cent sein, immerhin ein Anstieg um fast ein Drittel. Bezogen auf den Zeitraum von 1985 bis 2018 sieht die Verwaltung die Erhöhung als „moderat“ an.

Ein durchschnittlich großer Marktstand zahlt pro Jahr 190 Euro mehr

Für einen durchschnittlichen Marktstand, der auf dem Fröndenberger Wochenmarkt rund 20 Quadratmeter groß ist, kämen Mehrkosten von circa 3,80 Euro wöchentlich auf die Marktbeschicker zu. Unterstellt man 50 Markttage im Jahr müssten die Händler pro Jahr gut 190 Euro mehr berappen. Die Mindestgebühr soll künftig statt 2,56 Euro runde 5 Euro betragen. Hiervon sei jedoch nur ein Händler betroffen. Bei der Stadt werden aktuell zwölf Markthändler geführt, von denen vier aus Fröndenberg kommen. 2017 hat die Stadt 6130 Euro an Standgeldern vereinnahmt. Im Haushaltsentwurf für 2019 steigt der Ansatz auf 7000 Euro. Die Verwaltung hat sich in der Nachbarschaft erkundigt: Demnach liegt Fröndenberg mit seinen Marktgebühren künftig im Rahmen vergleichbarer Kommunen wie Wickede/Ruhr, Bönen oder Holzwickede.

Als Beschicker des Fröndenberger Wochenmarktes führt die Stadtverwaltung derzeit folgende Händler: Ardeyer Landhähnchen, Firnrohr Gemüse, Galinski Textilien, Kötter Wurstwaren, Kruse Fisch, Kumar Textilien, Lebek Obst, Neuhaus Bäckerei, Klopper Kräuter und Honig, Immenkamp Fischfeinkost, Weber Imbiss, Wulf Käse.

Standgelder für die Fliegenkirmes werden lediglich „gerundet“

Die Standgelder für die Kirmesbeschicker sollen dagegen lediglich gerundet werden, was nach der Umstellung auf Euro nicht passierte. Ebenfalls angehoben werden sollen die Gebühren für Zirkusgastspiele in der Stadt. Die Verwaltung weist allerdings auch darauf hin, „dass Zirkusgastspiele in Fröndenberg seit einigen Jahren nicht mehr zu verzeichnen sind.“

Mit dem Vorschlag der Verwaltung befasst sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 22. November, um 17 Uhr im Saal des Stiftsgebäudes.
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